Sprung!!!
Es gibt kein Zurück mehr! Ich will nicht mehr zurück!
Ich habe mich entschieden: Ich will was ändern!
Kein Warten mehr!
Kein Verdrängen!
Kein Verschieben!
Ich möchte an mir arbeiten, jeden Tag ein winziges bischen.
Und damit bin ich zufrieden. Ich warte nicht mehr auf Feuerwerke und große Gefühle!
Ich mache mich nicht mehr klein und versinke im Selbstmitleid.
Ich gehe "den Weg der kleinen Schritte", der einzige Weg der mich voranbringt, näher zu meinem Ziel: Zu mir! Zu meiner inneren individuellen Seele.
Ich habe diese Zeit (die letzten vielen Monate) gebraucht, um mir darüber klar zu werden. Um mir das theoretische Wissen und die Werkzeuge anzueignen, die ich auf diesem Weg brauche.
Ich denke, jetzt bin ich bereit und bin auf meinem Weg.
Ich habe losgelassen: Den Alkohol, das Fressen und das Kotzen. Das Selbstmitleid, die Flucht, die Erwartungen an andere, das Manipulieren, die Schuldzuweisungen, das Hoffen auf Umstände,...
Das brauche ich nicht mehr.
Es fesselte mich, lähmte mich.
Ich bin losgegangen.
Vielleicht bin ich noch nicht weit gekommen, aber ich bin auf dem Weg.
Das erste Mal wahrhaftig!
Heute ist Tag sechs.
Meine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen beim Kampf gegen Essstörungen, Alkoholismus, Depressionen und manchmal auch selbstverletzendes Verhalten.
Montag, 2. Dezember 2013
Montag, 21. Oktober 2013
Innere Stimmen
Ich muss lernen meine depressiven Gedanken, die mich immer wieder heimsuchen, als das zu sehen was sie sind:
Ein weiteres Symptom meiner Krankheit.
Ich brauche nicht auf sie zu hören, wenn sie mir versuchen einzureden, dass mein Leben und mein Tun keinen Sinn hat, dass ich keine Verbesserung erreiche, dass mich niemand vermissen würde, und dass das alles immer so bleiben wird,...
Ich weiß, dass das alles nicht stimmt! Ich weiß, dass diese Gedanken wieder verschwinden.
Je weniger ich mich ihnen hingebe und auf sie höre, je höher ist die Wahrscheinlichkeit dass die am nächsten Tag wieder verschwunden sind, oder wenigstens so schwach geworden sind, dass sie mich nicht mehr belasten oder zu sehr hemmen.
Und so war es auch dieses mal wieder!
Ich muss akzeptieren dass ich hin und wieder solche Tage habe, an denen mich meine depressiven Gedanken überrollen und versuchen in ein Loch zu werfen, und ich muss damit rechnen, dass sie im Laufe des Tages nicht verschwinden, aber ich darf hoffen, dass sie am nächsten Tag kleiner und kraftloser sind, und ich darf hoffen dass die Tage im Laufe meiner Genesung immer seltener werden.
Schließlich scheinen die Zeiten, in denen sich diese depressiven Gedanken über Tage, Wochen und Monate erstreckt haben, vorbei zu sein.
Fazit: Ich muss auf depressive Gedanken genauso wenig hören, wie auf Gedanken meines Suchthirns, was mir ständig Ausreden und Versprechungen einreden will.
Das sind alles Stimmen meiner Krankheit, die langsam an Macht verlieren, je seltener und länger ich nicht auf sie höre!
Und das werde ich tun, jeden einzelnen Tag von neuem.
Ein weiteres Symptom meiner Krankheit.
Ich brauche nicht auf sie zu hören, wenn sie mir versuchen einzureden, dass mein Leben und mein Tun keinen Sinn hat, dass ich keine Verbesserung erreiche, dass mich niemand vermissen würde, und dass das alles immer so bleiben wird,...
Ich weiß, dass das alles nicht stimmt! Ich weiß, dass diese Gedanken wieder verschwinden.
Je weniger ich mich ihnen hingebe und auf sie höre, je höher ist die Wahrscheinlichkeit dass die am nächsten Tag wieder verschwunden sind, oder wenigstens so schwach geworden sind, dass sie mich nicht mehr belasten oder zu sehr hemmen.
Und so war es auch dieses mal wieder!
Ich muss akzeptieren dass ich hin und wieder solche Tage habe, an denen mich meine depressiven Gedanken überrollen und versuchen in ein Loch zu werfen, und ich muss damit rechnen, dass sie im Laufe des Tages nicht verschwinden, aber ich darf hoffen, dass sie am nächsten Tag kleiner und kraftloser sind, und ich darf hoffen dass die Tage im Laufe meiner Genesung immer seltener werden.
Schließlich scheinen die Zeiten, in denen sich diese depressiven Gedanken über Tage, Wochen und Monate erstreckt haben, vorbei zu sein.
Fazit: Ich muss auf depressive Gedanken genauso wenig hören, wie auf Gedanken meines Suchthirns, was mir ständig Ausreden und Versprechungen einreden will.
Das sind alles Stimmen meiner Krankheit, die langsam an Macht verlieren, je seltener und länger ich nicht auf sie höre!
Und das werde ich tun, jeden einzelnen Tag von neuem.
Freitag, 18. Oktober 2013
Lebensfähig?
Manchmal bereue ich, dass ich Kinder habe.
Denn nun habe ich nicht nur für mich Verantwortung, denn vor allem für sie!!!
Heute fühlt sich, ohne ersichtlichen Grund oder Anlass, alles wieder so sinn- und hoffnungslos an. Ich habe wieder das Gefühl die Welt würde mich nicht vermissen und ich mich selbst am allerwenigsten! Ich bekomme mein Leben nicht in den Griff, alle um mich herum scheinen lebensfähiger zu sein als ich, ich schaffe das alles was ich mir vorgenommen habe ohnehin nicht, nicht einmal ansatzweise, also kann ich es gleich bleiben lassen.
Meine Kinder sind die einzigen die wirklich leiden würden, wenn ich mich von dieser Welt stehlen würde!
Ihnen kann ich das nicht antun.
Wenn ich ihnen jetzt in die Augen schaue und sie mich mit dieser unglaublichen Liebe im Gesicht anlächeln, fühle ich eine leichte Wärme um mein Herz.
Und ich weiß wieder, dass ich weiter machen muss...
Denn nun habe ich nicht nur für mich Verantwortung, denn vor allem für sie!!!
Heute fühlt sich, ohne ersichtlichen Grund oder Anlass, alles wieder so sinn- und hoffnungslos an. Ich habe wieder das Gefühl die Welt würde mich nicht vermissen und ich mich selbst am allerwenigsten! Ich bekomme mein Leben nicht in den Griff, alle um mich herum scheinen lebensfähiger zu sein als ich, ich schaffe das alles was ich mir vorgenommen habe ohnehin nicht, nicht einmal ansatzweise, also kann ich es gleich bleiben lassen.
Meine Kinder sind die einzigen die wirklich leiden würden, wenn ich mich von dieser Welt stehlen würde!
Ihnen kann ich das nicht antun.
Wenn ich ihnen jetzt in die Augen schaue und sie mich mit dieser unglaublichen Liebe im Gesicht anlächeln, fühle ich eine leichte Wärme um mein Herz.
Und ich weiß wieder, dass ich weiter machen muss...
Montag, 14. Oktober 2013
Wegblockade
Irgendwie geht es mir gerade ziemlich merkwürdig undefinierbar.
Eigentlich könnte und sollte es mir gut gehen... Es gibt eigentlich nichts negatives in meinem Leben! Aber ich will immer noch nicht loslassen!!! Ich will unbedingt noch abnehmen!!! Unbedingt noch eine kleine Zahl sehen bevor ich "kapituliere"! Und obwohl meinem Verstand kein einziger guter Grund einfällt, halte ich daran fest! Es scheint über allem zu stehen und wichtiger zu sein wie der Rest!!!
Ich merke wie mich dieser Wunsch blockiert, merke wie viel Macht hinter dem Wunsch steckt, wie er mich fesselt...
Mir fällt kein Grund ein warum ich ihn nicht loslassen kann, oder wenigstens versuche mit ihm umzugehen, ihn akzeptiere, ohne ihm nachgehen zu wollen... Aber auch das WILL ich nicht!!! Ich WILL ihm nachgehen!!!
Und das obwohl ich merke wie mich dieses Nachgehen, dieser Wunsch und dieses Vorhaben abzunehmen, aufhält meinen Weg zur Freiheit und Gesundheit weiterzugehen...
Eigentlich könnte und sollte es mir gut gehen... Es gibt eigentlich nichts negatives in meinem Leben! Aber ich will immer noch nicht loslassen!!! Ich will unbedingt noch abnehmen!!! Unbedingt noch eine kleine Zahl sehen bevor ich "kapituliere"! Und obwohl meinem Verstand kein einziger guter Grund einfällt, halte ich daran fest! Es scheint über allem zu stehen und wichtiger zu sein wie der Rest!!!
Ich merke wie mich dieser Wunsch blockiert, merke wie viel Macht hinter dem Wunsch steckt, wie er mich fesselt...
Mir fällt kein Grund ein warum ich ihn nicht loslassen kann, oder wenigstens versuche mit ihm umzugehen, ihn akzeptiere, ohne ihm nachgehen zu wollen... Aber auch das WILL ich nicht!!! Ich WILL ihm nachgehen!!!
Und das obwohl ich merke wie mich dieses Nachgehen, dieser Wunsch und dieses Vorhaben abzunehmen, aufhält meinen Weg zur Freiheit und Gesundheit weiterzugehen...
Samstag, 14. September 2013
Strukturen
In den letzten Tagen ist mir bewusst geworden wie wichtig feste Strukturen für mich sind. Ich habe mir welche zurecht gelegt und übe mich daran sie einzuhalten, und sofort merke ich, dass es mir dadurch besser geht!
Ich habe heute den 10. Tag symptomfrei (das bedeutet frei von Suchtverhalten, außer Koffein) hinter mich gebracht und es geht mir gut!
Mia wurde diese Woche eingeschult, was ich als Gelegenheit nehmen möchte mehr an mir und meinen Strukturen im Alltag zu arbeiten!
Außerdem habe ich seit dieser Woche einen spirituellen Lebensberater und möglicherweise sogar seit heute eine neue Freundin und Sponsorin! Was mich unendlich freut und Zuversicht gibt.
Wenn mein Weg so positiv weiter geht, traue ich mich dann auch mir einen Lebenstraum zu erfüllen: dann werde ich nächstes Jahr, mit 38, anfangen Psychologie zu studieren!!!! Und zwar egal was andere davon halten! Denn das möchte ich FÜR MICH!
Ich habe heute den 10. Tag symptomfrei (das bedeutet frei von Suchtverhalten, außer Koffein) hinter mich gebracht und es geht mir gut!
Mia wurde diese Woche eingeschult, was ich als Gelegenheit nehmen möchte mehr an mir und meinen Strukturen im Alltag zu arbeiten!
Außerdem habe ich seit dieser Woche einen spirituellen Lebensberater und möglicherweise sogar seit heute eine neue Freundin und Sponsorin! Was mich unendlich freut und Zuversicht gibt.
Wenn mein Weg so positiv weiter geht, traue ich mich dann auch mir einen Lebenstraum zu erfüllen: dann werde ich nächstes Jahr, mit 38, anfangen Psychologie zu studieren!!!! Und zwar egal was andere davon halten! Denn das möchte ich FÜR MICH!
Mittwoch, 4. September 2013
Träume
Letzte Nacht habe ich geträumt, wie ich physisch und psychisch ziemlich am Ende bin! In dem Traum kam meine Freundin Simone vor, die mir ziemlich direkt sagte, es sei "5 vor 12"!!! Ich hätte nicht mehr viel Zeit!!! Und obwohl ich mich total schwach fühlte, und spürte dass sie recht hat, hatte ich Panik, etwas zu essen und bei mir zu behalten! Ich habe dann, als sie irgendwie wieder weg war eine Tomate, oder so was gegessen und ein Bier getrunken, hatte ein schlechtes Gewissen und habe mich elendig gefühlt! (Meine Kinder und mein Mann kamen in dem Traum irgendwie nicht vor! Im Gegenteil: Merkwürdigerweise habe ich wieder bei meinen Eltern gelebt, obwohl sie in dem Traum auch nicht vorkamen, aber ich war in meinem alten Zimmer und in meinem Elternhaus, aus dem ich vor 17 Jahren ausgezogen bin!)
Aber selbst nach dem Aufwachen war das Gefühl dieses Traums nicht weg!!! Wie wenn mir mein Unterbewusstsein ein Zeichen schicken wollte!!!!!!!
Aber selbst nach dem Aufwachen war das Gefühl dieses Traums nicht weg!!! Wie wenn mir mein Unterbewusstsein ein Zeichen schicken wollte!!!!!!!
Mittwoch, 28. August 2013
Im Sumpf
Ich stecke fest. Zwar versuche ich mich freizustrampeln aber wie das in einem Sumpf so ist, es ist schwer!
Dieser Sumpf heißt Selbstmitleid!
Ich versinke darin, auch wenn es mir schwer fällt mir selbst das einzugestehen! Aber es ist so!
Ich tue mir selbst leid, bemitleide mich, denke immer nur an "Ich DARF nicht!", dabei müsste es heißen "Ich WILL nicht!"
Vielleicht hilft diese Einsicht von heute, dass es mir in Zukunft leichter fällt, Verantwortung für mich und meine Familie zu übernehmen!
Dieser Sumpf heißt Selbstmitleid!
Ich versinke darin, auch wenn es mir schwer fällt mir selbst das einzugestehen! Aber es ist so!
Ich tue mir selbst leid, bemitleide mich, denke immer nur an "Ich DARF nicht!", dabei müsste es heißen "Ich WILL nicht!"
Vielleicht hilft diese Einsicht von heute, dass es mir in Zukunft leichter fällt, Verantwortung für mich und meine Familie zu übernehmen!
Donnerstag, 22. August 2013
Gescheitert!
Der August ist noch nicht um, aber trotzdem muss ich feststellen, dass mein Experiment, welches ich mir für diesen Monat vorgenommen habe, vollends gescheitert ist.
Ich habe es nicht geschafft! Nicht einmal das mit dem Nicht Wiegen!
Ich muss nicht nur vor meinen Krankheiten kapitulieren, sondern irgendwie im Moment auch vor mir selbst! Ich kann mir selbst nicht mehr trauen! Nicht meinen Versprechen, meinen Plänen, den Ausreden, den Gedanken, den Gefühlen, dem Verlangen, den Wünschen, den Hoffnungen,...
Irgendwie scheint alles falsch und verlogen zu sein! Ich betrüge und belüge nicht nur andere, sondern am allermeisten mich selbst!!!
Ich weiß, dass ich im Moment wieder im Selbstmitleid versinke, vielleicht ist es morgen wieder besser...
Es ist einfach schwer und anstrengend... Und manchmal mag ich einfach nicht mehr...
Ich habe es nicht geschafft! Nicht einmal das mit dem Nicht Wiegen!
Ich muss nicht nur vor meinen Krankheiten kapitulieren, sondern irgendwie im Moment auch vor mir selbst! Ich kann mir selbst nicht mehr trauen! Nicht meinen Versprechen, meinen Plänen, den Ausreden, den Gedanken, den Gefühlen, dem Verlangen, den Wünschen, den Hoffnungen,...
Irgendwie scheint alles falsch und verlogen zu sein! Ich betrüge und belüge nicht nur andere, sondern am allermeisten mich selbst!!!
Ich weiß, dass ich im Moment wieder im Selbstmitleid versinke, vielleicht ist es morgen wieder besser...
Es ist einfach schwer und anstrengend... Und manchmal mag ich einfach nicht mehr...
Sonntag, 11. August 2013
Alte Kapitel der Geschichte (Info)
Nur zur Info:
Da ich im Urlaub keinen Laptop dabei hatte, habe ich dort zwei Kapitel per Hand geschrieben.
Das erste habe ich jetzt endlich abgetippt und hochgeladen. Das zweite (noch kleinere) folgt bald.
Allerdings sind beide über einen Monat alt und zum Teil nicht mehr ganz aktuell, da inzwischen wieder viel passiert ist.
Das aktuelle Kapitel (Dämonenaustreibung Teil 2), welches zum Teil vor, aber auch nach meiner "Kapitulation" geschrieben wurde, dauert noch etwas länger. Auch weil ich noch am Schreiben bin.
Da ich im Urlaub keinen Laptop dabei hatte, habe ich dort zwei Kapitel per Hand geschrieben.
Das erste habe ich jetzt endlich abgetippt und hochgeladen. Das zweite (noch kleinere) folgt bald.
Allerdings sind beide über einen Monat alt und zum Teil nicht mehr ganz aktuell, da inzwischen wieder viel passiert ist.
Das aktuelle Kapitel (Dämonenaustreibung Teil 2), welches zum Teil vor, aber auch nach meiner "Kapitulation" geschrieben wurde, dauert noch etwas länger. Auch weil ich noch am Schreiben bin.
Freitag, 9. August 2013
Kapitulation
Ich kapituliere, werde Loslassen und mich fallen lassen.
Ins Unbekannte, was mir bisher immer viel zu viel Angst gemacht hat.
Und das muss ich allein tun.
Um Grenzen zu wahren und mich selbst vor Enttäuschung und falschen Abhängigkeiten zu schützen.
Ins Unbekannte, was mir bisher immer viel zu viel Angst gemacht hat.
Und das muss ich allein tun.
Um Grenzen zu wahren und mich selbst vor Enttäuschung und falschen Abhängigkeiten zu schützen.
Donnerstag, 1. August 2013
Das August-Experiment
Wieder Mal ein "neues" Vorhaben:
Einen Kalendermonat kein Alkohol, kein maßloses Essen, kein Erbrechen, kein Wiegen, sondern nur essen wenn ich WIRKLICH HUNGER habe! Nicht aus Lust oder Frust, oder sonst ein vorgeschobener Grund! Auch nicht die Uhrzeit, oder "weil man das eben so macht"!
Dieses Vorhaben hatte ich natürlich schon öfter, aber bisher habe ich es nie lange durchgehalten!
Aber jetzt, auf eine begrenzte Zeit, als eine Art Experiment um zu sehen, ob es geht, wie schwer es wirklich wird, was alles hochkommt, was mit dem Gefühl und dem Gewicht passiert, ob sich die Einstellung ändert,...
Was danach ist weiß ich noch nicht, und ich möchte mir darüber auch noch keine Gedanken machen. Denn darum geht es ja: erst einmal sehen wie es geht und was passiert...
Ich hoffe, dass daraus, mit den Erfahrungen die ich dabei mache, nach und nach ein neues Kapitel entsteht.
Mal sehen, was ich in einem Monat zu berichten habe...
Einen Kalendermonat kein Alkohol, kein maßloses Essen, kein Erbrechen, kein Wiegen, sondern nur essen wenn ich WIRKLICH HUNGER habe! Nicht aus Lust oder Frust, oder sonst ein vorgeschobener Grund! Auch nicht die Uhrzeit, oder "weil man das eben so macht"!
Dieses Vorhaben hatte ich natürlich schon öfter, aber bisher habe ich es nie lange durchgehalten!
Aber jetzt, auf eine begrenzte Zeit, als eine Art Experiment um zu sehen, ob es geht, wie schwer es wirklich wird, was alles hochkommt, was mit dem Gefühl und dem Gewicht passiert, ob sich die Einstellung ändert,...
Was danach ist weiß ich noch nicht, und ich möchte mir darüber auch noch keine Gedanken machen. Denn darum geht es ja: erst einmal sehen wie es geht und was passiert...
Ich hoffe, dass daraus, mit den Erfahrungen die ich dabei mache, nach und nach ein neues Kapitel entsteht.
Mal sehen, was ich in einem Monat zu berichten habe...
Freitag, 14. Juni 2013
Zurück zu den Wurzeln
Mir ist in den letzten Tagen wieder etwas klar geworden: Ich habe an der falschen Stelle gekämpft! Das konnte so nicht funktionieren!
Ich habe mich nur noch auf die Symptombekämpfung konzentriert. Auf das Verlangen nach Alkohol, dem Wunsch nach einem Rausch, dem Essen, dem wann, wie viel und was,...
Um es in einem Bild deutlich zu machen: Ich wollte eine Pflanze zum Blühen bringen. Ich habe versucht sie zu hegen und zu pflegen, habe sie gestreichelt und angebrüllt. Ich wollte sie zum Teil mit Gewalt dazu bringen zu blühen!
Dabei habe ich völlig außer Acht gelassen, dass die Wurzeln kaputt sind!!!
Ich muss mich auf die Wurzeln konzentrieren! Wenn ich es schaffe die gesund zu pflegen, dann blüht die Pflanze vielleicht fast von allein!!!
Also: Weniger Symptome beachten und bekämpfen, sondern mehr die Ursachen!
Was mich wieder zurückführt zu meinen sieben Säulen (siehe entsprechendes Kapitel in meiner Geschichte).
Aber mir sind auch neue wichtige Dinge klar geworden.
Es gibt zwei Dinge, die für meine tägliche Stimmung wichtiger sind als alle anderen:
Die Beziehung mit meinem Mann. Die gegenseitige Wertschätzung, der respektvolle Umgang, die gemeinsamen Interessen, das gegenseitige Vertrauen,...
Alles faule Wurzeln!!!
Und dann noch die Beziehung zu meinen Freundinnen. Ich habe mich zu abhängig von Diskussionen gemacht. Habe es zum Teil genossen über verschiedene Wege und Möglichkeiten zu diskutieren, anstatt sie wirklich auszuprobieren. Mir gefiel die Aufmerksamkeit und die Bestätigung die ich dadurch erhielt.
Aber ich muss und möchte mir diese künftig auf eine andere Art holen. Ich möchte aus diesen Kreiseln und Spielchen aussteigen!
Ich möchte MICH finden und ICH sein, unabhängiger von der Meinung anderer! Und sei das mein Mann, meine Schwiegermutter, meine Mutter, oder meine Freundinnen...
Unser Urlaub nächste Woche kommt nun doch zur richtigen Zeit: Ich habe Zeit mich mit diesen Themen zu beschäftigen! Mit mir selbst, meinem Mann und meiner ganzen Familie, ohne Alltagsstress und Haushalt.
Ich habe mich nur noch auf die Symptombekämpfung konzentriert. Auf das Verlangen nach Alkohol, dem Wunsch nach einem Rausch, dem Essen, dem wann, wie viel und was,...
Um es in einem Bild deutlich zu machen: Ich wollte eine Pflanze zum Blühen bringen. Ich habe versucht sie zu hegen und zu pflegen, habe sie gestreichelt und angebrüllt. Ich wollte sie zum Teil mit Gewalt dazu bringen zu blühen!
Dabei habe ich völlig außer Acht gelassen, dass die Wurzeln kaputt sind!!!
Ich muss mich auf die Wurzeln konzentrieren! Wenn ich es schaffe die gesund zu pflegen, dann blüht die Pflanze vielleicht fast von allein!!!
Also: Weniger Symptome beachten und bekämpfen, sondern mehr die Ursachen!
Was mich wieder zurückführt zu meinen sieben Säulen (siehe entsprechendes Kapitel in meiner Geschichte).
Aber mir sind auch neue wichtige Dinge klar geworden.
Es gibt zwei Dinge, die für meine tägliche Stimmung wichtiger sind als alle anderen:
Die Beziehung mit meinem Mann. Die gegenseitige Wertschätzung, der respektvolle Umgang, die gemeinsamen Interessen, das gegenseitige Vertrauen,...
Alles faule Wurzeln!!!
Und dann noch die Beziehung zu meinen Freundinnen. Ich habe mich zu abhängig von Diskussionen gemacht. Habe es zum Teil genossen über verschiedene Wege und Möglichkeiten zu diskutieren, anstatt sie wirklich auszuprobieren. Mir gefiel die Aufmerksamkeit und die Bestätigung die ich dadurch erhielt.
Aber ich muss und möchte mir diese künftig auf eine andere Art holen. Ich möchte aus diesen Kreiseln und Spielchen aussteigen!
Ich möchte MICH finden und ICH sein, unabhängiger von der Meinung anderer! Und sei das mein Mann, meine Schwiegermutter, meine Mutter, oder meine Freundinnen...
Unser Urlaub nächste Woche kommt nun doch zur richtigen Zeit: Ich habe Zeit mich mit diesen Themen zu beschäftigen! Mit mir selbst, meinem Mann und meiner ganzen Familie, ohne Alltagsstress und Haushalt.
Montag, 10. Juni 2013
Tabula rasa
Ist es zu viel verlangt, zwei Berge auf einmal besteigen zu wollen?
Ich habe am 27.05. einen Arzt-Patienten-Vertrag unterschrieben, dass ich nicht mehr absichtlich erbreche und keinen Alkohol mehr trinke.
Einen Teil davon habe ich nicht geschafft.
Aber um mir selbst wieder ins Gesicht schauen zu können, gebe ich mir noch eine Chance: Wenn ich es AB HEUTE schaffe, brauche ich es nicht mehr erwähnen!
Manchmal denke ich, mein Leidensdruck war noch nicht groß genug, dann wieder, dass es ein Unding ist, von mir selbst zu viel auf einmal zu erwarten...
Schließlich klopft der Alkohol wieder jeden Tag an sämtliche Türen.
Selbst der Gedanke, dass ich wenigstens noch im Urlaub trinken könnte, kam mir schon! (Wir fliegen nächste Woche wieder für zwei Wochen auf eine Mittelmeerinsel.)
Trotzdem! Ich kann und will so einfach nicht mehr weitermachen! Ich muss es, zu Not eben immer wieder, versuchen!
Deswegen, jetzt gilt es:
Hintertüren zuschlagen und von vorn anfangen zu kämpfen!!!
Alles neu und frisch! (Für meine Kinder! Für alle meine Kinder!!!)
Ich habe am 27.05. einen Arzt-Patienten-Vertrag unterschrieben, dass ich nicht mehr absichtlich erbreche und keinen Alkohol mehr trinke.
Einen Teil davon habe ich nicht geschafft.
Aber um mir selbst wieder ins Gesicht schauen zu können, gebe ich mir noch eine Chance: Wenn ich es AB HEUTE schaffe, brauche ich es nicht mehr erwähnen!
Manchmal denke ich, mein Leidensdruck war noch nicht groß genug, dann wieder, dass es ein Unding ist, von mir selbst zu viel auf einmal zu erwarten...
Schließlich klopft der Alkohol wieder jeden Tag an sämtliche Türen.
Selbst der Gedanke, dass ich wenigstens noch im Urlaub trinken könnte, kam mir schon! (Wir fliegen nächste Woche wieder für zwei Wochen auf eine Mittelmeerinsel.)
Trotzdem! Ich kann und will so einfach nicht mehr weitermachen! Ich muss es, zu Not eben immer wieder, versuchen!
Deswegen, jetzt gilt es:
Hintertüren zuschlagen und von vorn anfangen zu kämpfen!!!
Alles neu und frisch! (Für meine Kinder! Für alle meine Kinder!!!)
Freitag, 7. Juni 2013
Rote Spuren
Meine Kinder sind mein ein und alles! Ich liebe sie grenzenlos und würde alles für sie tun!
Dachte ich!
Warum reicht meine Liebe nicht, um für meine Kinder mein Leben zu ändern? Warum kann ich mich für sie nicht zusammenreißen?
Warum schaffe ich es nicht mich selbst genug zu mögen und zu akzeptieren um das Destruktive zu lassen?
Ich kämpfe jetzt jeden Tag. Gegen den Wunsch und dem Verlangen nach einem Rausch.
Seit zwölf Tagen habe ich nichts mehr getrunken und ich vermisse das Gefühl leicht berauscht zu sein an jedem Tag. Ich kämpfe gegen den Gedanken "Einmal noch!"
Ich hasse mich dafür!
Für die Schwäche, für die Gedanken, für die Ausreden, für den Rückschritt, für den Stillstand, dafür, dass meine Liebe nicht reicht und meine Versprechen nicht halten, dafür, dass ich mich nicht aushalten kann und nichts genügt, für die Maßlosigkeit und die Trägheit,...
Seit über einem Jahr ist es nicht mehr passiert! Ich habe kaum noch daran gedacht. Aber heute, ohne es zu planen oder darüber nachzudenken... Ich suchte eine Schere und fand ein kleines Teppichmesser...
Das Brennen der roten Kratzer fühlte sich gerecht an! Genau das habe ich verdient.
Genauso wie das Ziehen im Magen, weil ich heute keine Zeit für ein Mittagessen hatte!
Ich bin unfähig zu Springen und Loszulassen! Ich bin zu schwach für ein normales zufriedenes Leben...
Ich will nicht mehr Kämpfen und Grübeln und Argumentieren und Diskutieren!
Vielleicht sollte ich einfach mal eine Weile Pause machen. Nichts Schreiben und nichts Denken...
Vielleicht sind dann die roten Spuren wieder verschwunden.
Dachte ich!
Warum reicht meine Liebe nicht, um für meine Kinder mein Leben zu ändern? Warum kann ich mich für sie nicht zusammenreißen?
Warum schaffe ich es nicht mich selbst genug zu mögen und zu akzeptieren um das Destruktive zu lassen?
Ich kämpfe jetzt jeden Tag. Gegen den Wunsch und dem Verlangen nach einem Rausch.
Seit zwölf Tagen habe ich nichts mehr getrunken und ich vermisse das Gefühl leicht berauscht zu sein an jedem Tag. Ich kämpfe gegen den Gedanken "Einmal noch!"
Ich hasse mich dafür!
Für die Schwäche, für die Gedanken, für die Ausreden, für den Rückschritt, für den Stillstand, dafür, dass meine Liebe nicht reicht und meine Versprechen nicht halten, dafür, dass ich mich nicht aushalten kann und nichts genügt, für die Maßlosigkeit und die Trägheit,...
Seit über einem Jahr ist es nicht mehr passiert! Ich habe kaum noch daran gedacht. Aber heute, ohne es zu planen oder darüber nachzudenken... Ich suchte eine Schere und fand ein kleines Teppichmesser...
Das Brennen der roten Kratzer fühlte sich gerecht an! Genau das habe ich verdient.
Genauso wie das Ziehen im Magen, weil ich heute keine Zeit für ein Mittagessen hatte!
Ich bin unfähig zu Springen und Loszulassen! Ich bin zu schwach für ein normales zufriedenes Leben...
Ich will nicht mehr Kämpfen und Grübeln und Argumentieren und Diskutieren!
Vielleicht sollte ich einfach mal eine Weile Pause machen. Nichts Schreiben und nichts Denken...
Vielleicht sind dann die roten Spuren wieder verschwunden.
Mittwoch, 5. Juni 2013
Game Over
Mir wurde von einer Freundin das Messer auf die Brust gesetzt:
Beim nächsten Schluck Alkohol wird sie mich melden! Ich verliere dann vermutlich mein Job, an dem ich sehr hänge und eine Zukunft sehe!
Ich kann sie verstehen: Ich habe Verantwortung, und es besteht ein Risiko, dass ich dem alkoholisiert nicht gerecht werden kann! Auch wenn ich mir das noch so schön rede...
Dadurch, und durch mein rasches Zurückfinden in alte Verhaltensmuster bei meinem letzten Rückfall, habe ich gemerkt, dass ich alles (mich und meine Krankheiten) zu wenig ernst genommen habe.
Ich habe nur das (für mich) "positive" daran gesehen: Die Aufmerksamkeit durch einige Personen, dass ich Therapien machen darf, die Bestätigung, dass ich nicht an allem Schuld habe, die Ausreden,...
Aber nicht das negative, anstrengende: die Verantwortung, das Kämpfen, das Aushalten müssen, dass ich alles ändern muss, dass ich MICH ändern muss, die Konsequenzen,...
Das habe ich zwar immer wieder gesehen, aber dann auch schnell wieder verdrängt, vergessen, verharmlost, vor mir her geschoben, zu wenig verstanden, nicht sehen und verstehen und ernst nehmen wollen.
Irgendwie, im nachhinein betrachtet, habe ich es gesehen wie ein Spiel. Ein Spiel bei dem ich mal ne Weile mitspielen wollte, um zu sehen ob ich es kann und ob es mir was bringt.
Falls nicht, könnte ich ja wieder irgendwie zurück in uralte Verhaltensmuster, denn früher ging ja auch alles irgendwie, und so schlimm war es ja nie, schließlich bin ich nie aufgefallen und es ist nichts Schlimmes passiert...
Jetzt habe ich spüren müssen: Es gibt gar kein zurück!!! Ich habe zu viele Tabus gebrochen, in den letzten Jahren! Sie sind für immer zerstört und nicht wieder herzustellen! Beispielsweise der morgendliche Gedanke an Alkohol...
Mal abgesehen davon: Will ich überhaupt zurück?
Nach meinem heutigen Wissen und aus meiner heutigen Sicht, hatte ich seit meiner Kindheit häufige depressive Phasen, ab 13 war ich quasi alkoholabhängig und an ein normales Verhältnis zum Essen kann ich mich auch nicht erinnern...
Ja, ich bin nie aufgefallen. Irgendwie denken alle bei mir ist alles in Ordnung. Aber innerlich ist so viel kaputt, dass ich nicht weiß wie ich da was ändern kann.
Ich habe irgendwo einen kleinen Samen Hoffnung und versuche immer wieder ihn in mir zu säen.
Es wächst aber nichts.
Ich soll Dinge lernen die ich noch nie konnte.
Irgendwie ist alles grauer Nebel...
Vielleicht hatte meine Mutter recht, die schon vor 20 Jahren meinte ich sei lebensunfähig.
Beim nächsten Schluck Alkohol wird sie mich melden! Ich verliere dann vermutlich mein Job, an dem ich sehr hänge und eine Zukunft sehe!
Ich kann sie verstehen: Ich habe Verantwortung, und es besteht ein Risiko, dass ich dem alkoholisiert nicht gerecht werden kann! Auch wenn ich mir das noch so schön rede...
Dadurch, und durch mein rasches Zurückfinden in alte Verhaltensmuster bei meinem letzten Rückfall, habe ich gemerkt, dass ich alles (mich und meine Krankheiten) zu wenig ernst genommen habe.
Ich habe nur das (für mich) "positive" daran gesehen: Die Aufmerksamkeit durch einige Personen, dass ich Therapien machen darf, die Bestätigung, dass ich nicht an allem Schuld habe, die Ausreden,...
Aber nicht das negative, anstrengende: die Verantwortung, das Kämpfen, das Aushalten müssen, dass ich alles ändern muss, dass ich MICH ändern muss, die Konsequenzen,...
Das habe ich zwar immer wieder gesehen, aber dann auch schnell wieder verdrängt, vergessen, verharmlost, vor mir her geschoben, zu wenig verstanden, nicht sehen und verstehen und ernst nehmen wollen.
Irgendwie, im nachhinein betrachtet, habe ich es gesehen wie ein Spiel. Ein Spiel bei dem ich mal ne Weile mitspielen wollte, um zu sehen ob ich es kann und ob es mir was bringt.
Falls nicht, könnte ich ja wieder irgendwie zurück in uralte Verhaltensmuster, denn früher ging ja auch alles irgendwie, und so schlimm war es ja nie, schließlich bin ich nie aufgefallen und es ist nichts Schlimmes passiert...
Jetzt habe ich spüren müssen: Es gibt gar kein zurück!!! Ich habe zu viele Tabus gebrochen, in den letzten Jahren! Sie sind für immer zerstört und nicht wieder herzustellen! Beispielsweise der morgendliche Gedanke an Alkohol...
Mal abgesehen davon: Will ich überhaupt zurück?
Nach meinem heutigen Wissen und aus meiner heutigen Sicht, hatte ich seit meiner Kindheit häufige depressive Phasen, ab 13 war ich quasi alkoholabhängig und an ein normales Verhältnis zum Essen kann ich mich auch nicht erinnern...
Ja, ich bin nie aufgefallen. Irgendwie denken alle bei mir ist alles in Ordnung. Aber innerlich ist so viel kaputt, dass ich nicht weiß wie ich da was ändern kann.
Ich habe irgendwo einen kleinen Samen Hoffnung und versuche immer wieder ihn in mir zu säen.
Es wächst aber nichts.
Ich soll Dinge lernen die ich noch nie konnte.
Irgendwie ist alles grauer Nebel...
Vielleicht hatte meine Mutter recht, die schon vor 20 Jahren meinte ich sei lebensunfähig.
Samstag, 1. Juni 2013
Nach dem Rückfall
Mittlerweile glaube ich, dass wenn man achtsam und ehrlich ist, auch aus Rückfällen etwas lernen kann.
So geht es mir im Moment. Ich habe damit viel gelernt, viel bewiesen und muss lernen viel zu akzeptieren...
Vielleicht hilft mir dabei ein neues Kapitel meiner Geschichte, welches im Moment in Arbeit ist.
Allgemein kann ich sagen, dass meine momentane Stimmung ziemlich angespannt ist, ein Wechsel und eine Mischung aus Depression, Resignation, Niedergeschlagenheit, Angst, Panik, Euphorie, Trauer und mitunter auch ein wenig Zuversicht.
Da heute der 1. im Monat ist, habe ich mich gewogen. Es waren 59,0 kg.
Sofort beschloss ich das Frühstück ausfallen zu lassen!
Dann fiel mir wieder ein was ich Simone erst vor ein paar Tagen zugesagt hatte: Drei feste Mahlzeiten, keine ausfallen zu lassen, kein Erbrechen, kein Alkohol!
Auch meiner Ärztin habe ich es versprochen: Kein Erbrechen, kein Alkohol!
Und mir selbst habe ich es versprochen: Kein Erbrechen, keinen Alkohol und keine Essanfälle!
Also habe ich normal gefrühstückt!
Heute ist Tag sechs ohne Alkohol, ohne Erbrechen und ohne Essanfall.
So geht es mir im Moment. Ich habe damit viel gelernt, viel bewiesen und muss lernen viel zu akzeptieren...
Vielleicht hilft mir dabei ein neues Kapitel meiner Geschichte, welches im Moment in Arbeit ist.
Allgemein kann ich sagen, dass meine momentane Stimmung ziemlich angespannt ist, ein Wechsel und eine Mischung aus Depression, Resignation, Niedergeschlagenheit, Angst, Panik, Euphorie, Trauer und mitunter auch ein wenig Zuversicht.
Da heute der 1. im Monat ist, habe ich mich gewogen. Es waren 59,0 kg.
Sofort beschloss ich das Frühstück ausfallen zu lassen!
Dann fiel mir wieder ein was ich Simone erst vor ein paar Tagen zugesagt hatte: Drei feste Mahlzeiten, keine ausfallen zu lassen, kein Erbrechen, kein Alkohol!
Auch meiner Ärztin habe ich es versprochen: Kein Erbrechen, kein Alkohol!
Und mir selbst habe ich es versprochen: Kein Erbrechen, keinen Alkohol und keine Essanfälle!
Also habe ich normal gefrühstückt!
Heute ist Tag sechs ohne Alkohol, ohne Erbrechen und ohne Essanfall.
Donnerstag, 30. Mai 2013
Stufen
Heute habe ich einen Nachtrag beim Kapitel 20 in meiner Geschichte gemacht. Der war schon länger fällig und das Gedicht, um welches das Kapitel erweitert wurde, scheint im Moment für mich passender zu sein denn je:
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Hermann Hesse
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Hermann Hesse
Dienstag, 21. Mai 2013
Der Baum im Wald
Wenn im Wald ein Baum umfällt, und keiner bekommt es mit, macht er dann ein Geräusch? Ist er dann überhaupt umgefallen?
Ich verstehe jetzt, dass es egal ist, ob ich meine Süchte und Probleme verheimlichen konnte oder nicht! Ob es jemand mitbekam oder nicht! Ob jemand darunter leiden musste oder nicht! Ob ich damit anderen geschadet habe, oder nicht.
Sie existieren trotzdem! Denn das war das Hauptargument meines Suchthirns: Es hat ja nicht einmal jemand mitbekommen! Kann es dann so schlimm gewesen sein?
Quasi: Ohne Zeugen, kein Ereignis!!!
Ich sollte es besser wissen!!!
Und ich weiß es jetzt auch besser!
Daher habe ich ein neues Kapitel in meiner Geschichte veröffentlicht. Auch in der Hoffnung, dass sich wieder was ändert in mir!
Ich verstehe jetzt, dass es egal ist, ob ich meine Süchte und Probleme verheimlichen konnte oder nicht! Ob es jemand mitbekam oder nicht! Ob jemand darunter leiden musste oder nicht! Ob ich damit anderen geschadet habe, oder nicht.
Sie existieren trotzdem! Denn das war das Hauptargument meines Suchthirns: Es hat ja nicht einmal jemand mitbekommen! Kann es dann so schlimm gewesen sein?
Quasi: Ohne Zeugen, kein Ereignis!!!
Ich sollte es besser wissen!!!
Und ich weiß es jetzt auch besser!
Daher habe ich ein neues Kapitel in meiner Geschichte veröffentlicht. Auch in der Hoffnung, dass sich wieder was ändert in mir!
Montag, 20. Mai 2013
Vernunft versus Gefühl
Du kannst es nicht kontrollieren! - Ich habe die Kontrolle!
Du solltest heute (sofort) aufhören! - Morgen höre ich auf!
Die Abstinenz ist notwendig! - Die völlige Abstinenz ist doch völlig übertrieben!
Du machst dich kaputt! - So schlimm ist das doch gar nicht!
Dir entgleitet alles, wenn du nicht aufpasst! - Ich habe alles im Griff!
Es wird immer öfter! - Ab und zu schadet doch keinem!
So wirst du nie glücklich! - Wenigstens plag ich mich nicht selbst!
So kommst du nie weiter! - Wohin willst du denn kommen?
Du schadest allen! - Du hast bisher niemandem geschadet!
Mach es für deine Kinder! - Denen ging es doch bisher auch gut!
Du solltest heute (sofort) aufhören! - Morgen höre ich auf!
Die Abstinenz ist notwendig! - Die völlige Abstinenz ist doch völlig übertrieben!
Du machst dich kaputt! - So schlimm ist das doch gar nicht!
Dir entgleitet alles, wenn du nicht aufpasst! - Ich habe alles im Griff!
Es wird immer öfter! - Ab und zu schadet doch keinem!
So wirst du nie glücklich! - Wenigstens plag ich mich nicht selbst!
So kommst du nie weiter! - Wohin willst du denn kommen?
Du schadest allen! - Du hast bisher niemandem geschadet!
Mach es für deine Kinder! - Denen ging es doch bisher auch gut!
Sonntag, 19. Mai 2013
Gegen das Vergessen!
Ich hätte es noch bis vor kurzem nicht möglich gehalten:
Mein Suchthirn beginnt wieder mit der alten Diskussion und überzeugt mich!!!!
"Du bist nicht alkoholkrank! Die übertreiben doch alle! So schlimm war es bei dir gar nicht!!! Du kannst es kontrollieren, wenn du willst! Ab und zu trinken doch alle, wieso sollst du das nicht dürfen?"
Diese Diskussion hatte ich vor zwei Jahren schon mit mir selbst!
Doch irgendwann hatte ich eingesehen, dass meine Trinkerei und die Heimlichkeiten dabei nicht normal sein konnten! Und ich habe mir selbst gegenüber eingestanden Alkoholkrank zu sein! Auch weil ich es ohne Probleme, innerhalb von drei Wochen unkontrollierten Alkoholkonsums, es auf einen Liter Schnaps am Tag schaffte, ohne Kater, incl. erster körperlicher Entzugssymptome und erstem morgendlichen "Trinken müssen"!!!
Irgendwann war es mir eine Lehre, und ich sah ein, dass die Reha und die Abstinenz nötig sind!
Und jetzt???
Warum glaube ich plötzlich nicht mehr daran und habe schon wieder getrunken???
Wieder einmal kämpft die Vernunft gegen das Gefühl!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Mein Suchthirn beginnt wieder mit der alten Diskussion und überzeugt mich!!!!
"Du bist nicht alkoholkrank! Die übertreiben doch alle! So schlimm war es bei dir gar nicht!!! Du kannst es kontrollieren, wenn du willst! Ab und zu trinken doch alle, wieso sollst du das nicht dürfen?"
Diese Diskussion hatte ich vor zwei Jahren schon mit mir selbst!
Doch irgendwann hatte ich eingesehen, dass meine Trinkerei und die Heimlichkeiten dabei nicht normal sein konnten! Und ich habe mir selbst gegenüber eingestanden Alkoholkrank zu sein! Auch weil ich es ohne Probleme, innerhalb von drei Wochen unkontrollierten Alkoholkonsums, es auf einen Liter Schnaps am Tag schaffte, ohne Kater, incl. erster körperlicher Entzugssymptome und erstem morgendlichen "Trinken müssen"!!!
Irgendwann war es mir eine Lehre, und ich sah ein, dass die Reha und die Abstinenz nötig sind!
Und jetzt???
Warum glaube ich plötzlich nicht mehr daran und habe schon wieder getrunken???
Wieder einmal kämpft die Vernunft gegen das Gefühl!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Dienstag, 7. Mai 2013
Dasselbe in Grün
Vor ziemlich genau zwei Jahren hatte ich eine Phase in der ich immer wieder Wodka kaufte (weil er günstig ist, wenig geruchsintensiv, und man viel Alkohol in einer "kleinen" Flasche bekommt - eine Kiste Bier kann man schwer im Kleiderschrank verstecken) und fast JEDES MAL nahm ich mir vor, dass es, wenigstens für ne Weile, die letzte Flasche war. Und wieder und wieder kaufte ich ne neue...
"Nach der mache ich aber ne Pause!" "Ab morgen, oder übermorgen, änderst du was!" "Auf die eine Flasche kommt es jetzt auch nicht mehr an!"...
Als ich dann endlich einsah, dass ich wohl doch ein Alkoholproblem habe und gar nichts mehr trank, bemerkte ich nach ein paar Monaten, dass das Thema Essen immer wichtiger wurde! Ich hatte immer öfter Essanfälle, die ich dann auch immer öfter mit Erbrechen ausglich!
Und wieder kreisten dieselben Gedanken in meinem Kopf:
"Das eine Mal noch!" "Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an!" "Ach, heute noch! Ab morgen änderst du alles und erbrichst nicht mehr!" "Das ist heute das letzte Mal!"...
Jetzt bin ich nach vielen vielen Anläufen durch meinen Vertrag endlich bereit das Erbrechen entgültig zu lassen, aber nun bekomme ich das Essen ansich nicht in den Griff.
Nach jedem Essen kämpfe ich damit aufhören zu können. Ich ertappe mich immer wieder bei dem Gedanken, "Wenn ich nichts esse, muss ich auch nicht mit dem Aufhören kämpfen!" Frei nach dem Prinzip: Es ist einfacher keine Chips oder keine Schokolade zu essen, wie nur ein Stück!!! Bei mir gilt das leider für JEDES Lebensmittel!
Ich hatte somit letzten Freitag abend einen heftigen Essanfall und gestern abend (Montag) schon wieder!!!
Und die Gedanken gestern kamen mir unheimlich bekannt dabei vor: "Ach, heute noch! Morgen hörst du auf!" "Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an!" "Macht nichts! Denn ab morgen hast du dich im Griff! Da isst du nur noch wenn du WIRKLICH Hunger hast!"...
Warum falle ich immer wieder auf dieselben Argumente rein?
Und wie komme ich da wieder raus?
Aber ich versuche wirklich was zu ändern!!!
Und da ich nicht mehr Erbreche, muss ich das Essen anders wieder ausgleichen: Durch mehr Sport! Das verbrennt Kalorien und sorgt für eine gute Stimmung! Ich gehe wieder regelmäßiger in mein Fitnessstudio und öfter auf unseren Hometrainer! Ich habe mir gerade erst die neueste Staffel meiner Lieblingsserie gekauft, die ich noch nicht kenne und nun ausschließlich ansehe während ich auf dem Hometrainer radle!!!
Hoffentlich bringt das alles was: Mehr Bewegung, neue Hobbys, mehr Ablenkung, und die Auffrischung von alten Interessen und Leidenschaften!
Also: HEUTE muss ich nicht viel Essen! HEUTE bin ich stark! Das gilt ab heute, dem 7. Mai, jeden Tag von neuem!
Heute ist Tag zwölf ohne Erbrechen und Tag eins ohne Essanfall...
"Nach der mache ich aber ne Pause!" "Ab morgen, oder übermorgen, änderst du was!" "Auf die eine Flasche kommt es jetzt auch nicht mehr an!"...
Als ich dann endlich einsah, dass ich wohl doch ein Alkoholproblem habe und gar nichts mehr trank, bemerkte ich nach ein paar Monaten, dass das Thema Essen immer wichtiger wurde! Ich hatte immer öfter Essanfälle, die ich dann auch immer öfter mit Erbrechen ausglich!
Und wieder kreisten dieselben Gedanken in meinem Kopf:
"Das eine Mal noch!" "Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an!" "Ach, heute noch! Ab morgen änderst du alles und erbrichst nicht mehr!" "Das ist heute das letzte Mal!"...
Jetzt bin ich nach vielen vielen Anläufen durch meinen Vertrag endlich bereit das Erbrechen entgültig zu lassen, aber nun bekomme ich das Essen ansich nicht in den Griff.
Nach jedem Essen kämpfe ich damit aufhören zu können. Ich ertappe mich immer wieder bei dem Gedanken, "Wenn ich nichts esse, muss ich auch nicht mit dem Aufhören kämpfen!" Frei nach dem Prinzip: Es ist einfacher keine Chips oder keine Schokolade zu essen, wie nur ein Stück!!! Bei mir gilt das leider für JEDES Lebensmittel!
Ich hatte somit letzten Freitag abend einen heftigen Essanfall und gestern abend (Montag) schon wieder!!!
Und die Gedanken gestern kamen mir unheimlich bekannt dabei vor: "Ach, heute noch! Morgen hörst du auf!" "Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an!" "Macht nichts! Denn ab morgen hast du dich im Griff! Da isst du nur noch wenn du WIRKLICH Hunger hast!"...
Warum falle ich immer wieder auf dieselben Argumente rein?
Und wie komme ich da wieder raus?
Aber ich versuche wirklich was zu ändern!!!
Und da ich nicht mehr Erbreche, muss ich das Essen anders wieder ausgleichen: Durch mehr Sport! Das verbrennt Kalorien und sorgt für eine gute Stimmung! Ich gehe wieder regelmäßiger in mein Fitnessstudio und öfter auf unseren Hometrainer! Ich habe mir gerade erst die neueste Staffel meiner Lieblingsserie gekauft, die ich noch nicht kenne und nun ausschließlich ansehe während ich auf dem Hometrainer radle!!!
Hoffentlich bringt das alles was: Mehr Bewegung, neue Hobbys, mehr Ablenkung, und die Auffrischung von alten Interessen und Leidenschaften!
Also: HEUTE muss ich nicht viel Essen! HEUTE bin ich stark! Das gilt ab heute, dem 7. Mai, jeden Tag von neuem!
Heute ist Tag zwölf ohne Erbrechen und Tag eins ohne Essanfall...
Donnerstag, 2. Mai 2013
Verträge
In gewissen Momenten, wenn mein Suchtverlangen sich an- und mein Verstand sich abschaltet, will ich nichts mehr für mich machen! Und wenn mein Mann dann noch dazu seine trotzige Kleinkindphase hat, genügt auch diese Motivation nicht mehr...
Daher: Ich habe mir jetzt endlich selbst die Pistole auf die Brust gesetzt!
Ich habe einen Vertrag geschrieben und unterschrieben der besagt, dass ich das selbst herbeigeführte Erbrechen nicht mehr als Hilfsmittel einsetzen werde, ansonsten wird mir meine Hausärztin kein positives Attest mehr für meine Arbeit ausstellen, was bedeutet, ich müsste meine geliebte Berufung aufgeben!!!
Dazu unterschreibe ich einen Hausarztvertrag, der verhindert, dass ich mir woanders ein Attest hole.
Meine Ärztin war von der Idee begeistert und hat den Vertrag auch sofort gegengezeichnet!
Bisher funktioniert es und ich hatte heute morgen sogar das erste Mal das Gefühl, "Ich brauche nie wieder zu Erbrechen!" anstatt, "Ich darf nie wieder Erbrechen!" !!!!!!!!!!!!!!!!!
Allerdings habe ich festgestellt, dass ich Mahlzeiten auslasse, mich wieder jeden Morgen auf die Waage stelle und enttäuscht bin wenn es nicht weniger anzeigt als am Vortag.
Das tut mir nicht gut, daher habe ich entschlossen mich nur noch maximal am 1. und 15. eines Monats zu wiegen.
Außerdem werde ich die nächsten zwei Wochen ein Experiment versuchen: Drei feste Mahlzeiten! Nichts zwischendurch! Nicht mehr essen, aber auch nicht weniger!
Mal sehen was die Waage am 15.5. anzeigt und wie sich mein Gefühl bis dahin entwickelt. Im Moment fühle ich mich dick, aber ich habe mich heute (am 2.5.) trotzdem NICHT gewogen!
Heute ist Tag sieben ohne Erbrechen...
Daher: Ich habe mir jetzt endlich selbst die Pistole auf die Brust gesetzt!
Ich habe einen Vertrag geschrieben und unterschrieben der besagt, dass ich das selbst herbeigeführte Erbrechen nicht mehr als Hilfsmittel einsetzen werde, ansonsten wird mir meine Hausärztin kein positives Attest mehr für meine Arbeit ausstellen, was bedeutet, ich müsste meine geliebte Berufung aufgeben!!!
Dazu unterschreibe ich einen Hausarztvertrag, der verhindert, dass ich mir woanders ein Attest hole.
Meine Ärztin war von der Idee begeistert und hat den Vertrag auch sofort gegengezeichnet!
Bisher funktioniert es und ich hatte heute morgen sogar das erste Mal das Gefühl, "Ich brauche nie wieder zu Erbrechen!" anstatt, "Ich darf nie wieder Erbrechen!" !!!!!!!!!!!!!!!!!
Allerdings habe ich festgestellt, dass ich Mahlzeiten auslasse, mich wieder jeden Morgen auf die Waage stelle und enttäuscht bin wenn es nicht weniger anzeigt als am Vortag.
Das tut mir nicht gut, daher habe ich entschlossen mich nur noch maximal am 1. und 15. eines Monats zu wiegen.
Außerdem werde ich die nächsten zwei Wochen ein Experiment versuchen: Drei feste Mahlzeiten! Nichts zwischendurch! Nicht mehr essen, aber auch nicht weniger!
Mal sehen was die Waage am 15.5. anzeigt und wie sich mein Gefühl bis dahin entwickelt. Im Moment fühle ich mich dick, aber ich habe mich heute (am 2.5.) trotzdem NICHT gewogen!
Heute ist Tag sieben ohne Erbrechen...
Sonntag, 21. April 2013
Offen und ehrlich
Wieder ein neuer Versuch aufzuhören! Wieder mal ist alles Neu und Anders!
Der Unterschied diesmal:
Ich will es für MICH machen! Nicht, weil ich es sollte, oder für meine Kinder, oder...
Nein! In erster Linie will ich, dass es MIR besser geht, dass ich nicht mehr solch eine Woche erleben muss, wie die vergangene. Fremdgesteuert, nur noch auf die abendlichen "Orgien" ausgerichtet, mit körperlichen Beschwerden, seelischem Stillstand,...
Ich WILL raus aus der Bulimie, will gesund werden!
UND:
Ich habe Andreas alles erzählt!
Ich habe ihm erzählt dass ich diese Woche, als er auf Schulung war, oft erbrochen habe, dass meine Drüsen geschwollen sind, dass ich mit seiner Unterstützung aufhören möchte, dass ich raus will aus den Heimlichkeiten, Und: Dass ich im Februar Alkohol getrunken habe! Das hatte ich ihm bisher auch verschwiegen!
Er hat gut reagiert, will mich unterstützen, sich mehr mit der Krankheit auseinandersetzen, mehr mit mir reden und, vor allem abends, mich nicht mehr so viel allein lassen mit meinen Gedanken, Gefühlen und meinen inneren Kämpfen!
Gestern abend fiel es mir sehr schwer nicht zu essen, ich sagte es ihm und er nahm mich in den Arm und meinte, dann gehen wir zusammen ins Bett und Lesen noch was.
Es hat geholfen!!!
Und ich habe ihm heute gesagt, dass mir das sehr hilft und dass ich sehr froh bin, dass ich ihn habe!!!
Heute ist Tag drei, ohne nachgegangenem Essanfall und ohne Erbrechen!!!
Der Unterschied diesmal:
Ich will es für MICH machen! Nicht, weil ich es sollte, oder für meine Kinder, oder...
Nein! In erster Linie will ich, dass es MIR besser geht, dass ich nicht mehr solch eine Woche erleben muss, wie die vergangene. Fremdgesteuert, nur noch auf die abendlichen "Orgien" ausgerichtet, mit körperlichen Beschwerden, seelischem Stillstand,...
Ich WILL raus aus der Bulimie, will gesund werden!
UND:
Ich habe Andreas alles erzählt!
Ich habe ihm erzählt dass ich diese Woche, als er auf Schulung war, oft erbrochen habe, dass meine Drüsen geschwollen sind, dass ich mit seiner Unterstützung aufhören möchte, dass ich raus will aus den Heimlichkeiten, Und: Dass ich im Februar Alkohol getrunken habe! Das hatte ich ihm bisher auch verschwiegen!
Er hat gut reagiert, will mich unterstützen, sich mehr mit der Krankheit auseinandersetzen, mehr mit mir reden und, vor allem abends, mich nicht mehr so viel allein lassen mit meinen Gedanken, Gefühlen und meinen inneren Kämpfen!
Gestern abend fiel es mir sehr schwer nicht zu essen, ich sagte es ihm und er nahm mich in den Arm und meinte, dann gehen wir zusammen ins Bett und Lesen noch was.
Es hat geholfen!!!
Und ich habe ihm heute gesagt, dass mir das sehr hilft und dass ich sehr froh bin, dass ich ihn habe!!!
Heute ist Tag drei, ohne nachgegangenem Essanfall und ohne Erbrechen!!!
Dienstag, 16. April 2013
Nächtliche Gedanken
Es ist zwei Uhr nachts, und ich kann nicht schlafen.
Mein Mann Andreas ist die ganze Woche auf Schulung und ich rede mir ein es zu genießen, dass er mal nicht da ist. Tatsächlich aber mache ich mir was vor:
Ich belüge mich selbst und alle um mich herum!
Ich rede mir ein dass es mir besser geht, dass ich es schaffe mein Verhalten zu ändern, dass sich schon was verändert hätte,...
In Wirklichkeit bin ich aber gerade am Abstürzen!
Ich lasse mich gehen, esse entweder gar nichts oder so viel, dass ich es wieder loswerden muss!
In den letzten Tagen habe ich nicht eine einzige normale Mahlzeit bei mir behalten, ich habe Kopf-, Hals- und Bauchschmerzen, Schluckbeschwerden, meine Augen brennen,... Und trotzdem kann ich nicht aufhören! Trotzdem mache ich weiter! Rede mir mal wieder ein dann aufzuhören, wenn... passiert! Diesmal: ...wenn Andreas von seiner Schulung zurückkommt! DANN wird alles anders, und besser, und ich gesund!!!
Aber jetzt noch nicht! Jetzt nicht! Jetzt möchte ich alles noch ein bisschen verdrängen und vor mir herschieben, jetzt möchte ich mich noch nicht mir selbst stellen,... mal wieder!
Damit fühle ich mich elendig und ich merke, wie ich mich in mich zurückziehe, wie ich mich verbarrikadiere und mit niemandem mehr darüber sprechen möchte.
Der Gedanke an Alkohol wird auch wieder verführerischer! Ich glaube, im Moment würde mir dann alles leichter fallen, wenn ich mir etwas Alkohol erlauben würde, ich könnte mich selbst besser ertragen,... Aber wahrscheinlich geht es nur darum, dass mir dann das Verdrängen von allem leichter fallen würde!
Auch das Schreiben dieses Blogs fällt mir schwer, aber ich zwinge mich dazu. Ich zwinge mich ehrlicher zu mir selber zu sein.
Wenigstens das. Wenn ich schon sonst scheinbar nichts in den Griff bekomme...
Mein Mann Andreas ist die ganze Woche auf Schulung und ich rede mir ein es zu genießen, dass er mal nicht da ist. Tatsächlich aber mache ich mir was vor:
Ich belüge mich selbst und alle um mich herum!
Ich rede mir ein dass es mir besser geht, dass ich es schaffe mein Verhalten zu ändern, dass sich schon was verändert hätte,...
In Wirklichkeit bin ich aber gerade am Abstürzen!
Ich lasse mich gehen, esse entweder gar nichts oder so viel, dass ich es wieder loswerden muss!
In den letzten Tagen habe ich nicht eine einzige normale Mahlzeit bei mir behalten, ich habe Kopf-, Hals- und Bauchschmerzen, Schluckbeschwerden, meine Augen brennen,... Und trotzdem kann ich nicht aufhören! Trotzdem mache ich weiter! Rede mir mal wieder ein dann aufzuhören, wenn... passiert! Diesmal: ...wenn Andreas von seiner Schulung zurückkommt! DANN wird alles anders, und besser, und ich gesund!!!
Aber jetzt noch nicht! Jetzt nicht! Jetzt möchte ich alles noch ein bisschen verdrängen und vor mir herschieben, jetzt möchte ich mich noch nicht mir selbst stellen,... mal wieder!
Damit fühle ich mich elendig und ich merke, wie ich mich in mich zurückziehe, wie ich mich verbarrikadiere und mit niemandem mehr darüber sprechen möchte.
Der Gedanke an Alkohol wird auch wieder verführerischer! Ich glaube, im Moment würde mir dann alles leichter fallen, wenn ich mir etwas Alkohol erlauben würde, ich könnte mich selbst besser ertragen,... Aber wahrscheinlich geht es nur darum, dass mir dann das Verdrängen von allem leichter fallen würde!
Auch das Schreiben dieses Blogs fällt mir schwer, aber ich zwinge mich dazu. Ich zwinge mich ehrlicher zu mir selber zu sein.
Wenigstens das. Wenn ich schon sonst scheinbar nichts in den Griff bekomme...
Montag, 15. April 2013
Der lange Weg zur Vernunft
Es gibt genug Gründe und Motivationen um das Suchtverhalten zu unterbrechen. Um Aufzuhören, um gesund werden zu wollen,...
Das Problem ist nur, es sind alles "vernünftige" Gründe. Gründe, die logisch sind, die ich mir überlegt habe, die ich erörtert und gehört habe,...
Es soll irgendwann leichter werden, mir soll es irgendwann besser gehen, ich will irgendwann gesund, unabhängig und frei sein, meine Kinder sollen es besser haben, ich möchte mehr für meine Familie da sein, ich möchte keine organischen Schäden riskieren, ich möchte mich mehr fühlen und mich selbst finden, ich möchte mich weiterentwickeln,...
Viele viele logische Gründe...
Und doch sind sie alle in der Zukunft. Sie sind alle theoretisch, im jetzigen Moment nicht konkret spürbar und nachweisbar.
In Momenten des Verlangens, wenn der Verstand "aussetzt", ist nur noch Gefühl da. Der Weg zum Belohnungszentrum, nur eine Haaresbreite! Der Weg zur Vernunft hingegen eine Weltreise! Unerreichbar fern, die Vernunft ist nur noch unverständliche Theorie!
Ich fühle sie nicht mehr, spüre sie nicht mehr, da ist nur noch Verlangen nach sofortiger Belohnung!
Wie verkürze ich diesen Weg? Wie mache ich die Theorie fühlbar, spürbar, allgegenwärtig???
Das Problem ist nur, es sind alles "vernünftige" Gründe. Gründe, die logisch sind, die ich mir überlegt habe, die ich erörtert und gehört habe,...
Es soll irgendwann leichter werden, mir soll es irgendwann besser gehen, ich will irgendwann gesund, unabhängig und frei sein, meine Kinder sollen es besser haben, ich möchte mehr für meine Familie da sein, ich möchte keine organischen Schäden riskieren, ich möchte mich mehr fühlen und mich selbst finden, ich möchte mich weiterentwickeln,...
Viele viele logische Gründe...
Und doch sind sie alle in der Zukunft. Sie sind alle theoretisch, im jetzigen Moment nicht konkret spürbar und nachweisbar.
In Momenten des Verlangens, wenn der Verstand "aussetzt", ist nur noch Gefühl da. Der Weg zum Belohnungszentrum, nur eine Haaresbreite! Der Weg zur Vernunft hingegen eine Weltreise! Unerreichbar fern, die Vernunft ist nur noch unverständliche Theorie!
Ich fühle sie nicht mehr, spüre sie nicht mehr, da ist nur noch Verlangen nach sofortiger Belohnung!
Wie verkürze ich diesen Weg? Wie mache ich die Theorie fühlbar, spürbar, allgegenwärtig???
Samstag, 13. April 2013
Motivationen und positive Verstärker
Mir geht es besser, so insgesamt. Keine depressiven Löcher im Moment und trotzdem klappt das mit dem Essen nicht so richtig. Entweder ich esse zu viel, oder gar nichts.
Ich habe den abendlichen Alkohol, zum Abschalten, Runterkommen, "sich wohl fühlen" und gemütlich machen, komplett durch Schokolade und Essen ersetzt. Nur deshalb fällt mir die Alkoholabstinenz relativ leicht. Und natürlich, weil ich den Alkohol ersatzlos streichen kann. Ich muss damit nicht umgehen lernen, wie mit dem Essen.
Auch deshalb ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich Frühstück und Mittagessen einfach ganz weglasse, nur damit ich nicht wegen dem Aufhören kämpfen muss.
Nach einer gewissen Zeit der Abstinenz soll es einfacher werden, mit der Sucht und dem Suchtverlangen umzugehen.
Nur brauche ich erst diesen Abstand. Um diesen Abstand erstmal zu schaffen, brauche ich eine gute Motivation. Eine Motivation die stärker ist als die Sucht. Und die Sucht ist sehr stark.
Somit begebe ich mich nun auf die Suche. Auf die Suche nach einer Motivation die stark genug ist mein Suchtverhalten auf Dauer zu unterbrechen.
Und nach positiven Verstärkern, die mir helfen mich weiter gut zu fühlen und die vielleicht irgendwann als Belohnung ausreichen.
Das fällt mir nur sehr schwer in einer Gesellschft, in der fast alle mit Alkohol und/oder Essen feiern, sich belohnen, sich was Gutes tun,...
Da ich weder beim Alkohol noch beim Essen Maß halten kann, brauche ich eben andere positive Verstärker...
Ich habe den abendlichen Alkohol, zum Abschalten, Runterkommen, "sich wohl fühlen" und gemütlich machen, komplett durch Schokolade und Essen ersetzt. Nur deshalb fällt mir die Alkoholabstinenz relativ leicht. Und natürlich, weil ich den Alkohol ersatzlos streichen kann. Ich muss damit nicht umgehen lernen, wie mit dem Essen.
Auch deshalb ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich Frühstück und Mittagessen einfach ganz weglasse, nur damit ich nicht wegen dem Aufhören kämpfen muss.
Nach einer gewissen Zeit der Abstinenz soll es einfacher werden, mit der Sucht und dem Suchtverlangen umzugehen.
Nur brauche ich erst diesen Abstand. Um diesen Abstand erstmal zu schaffen, brauche ich eine gute Motivation. Eine Motivation die stärker ist als die Sucht. Und die Sucht ist sehr stark.
Somit begebe ich mich nun auf die Suche. Auf die Suche nach einer Motivation die stark genug ist mein Suchtverhalten auf Dauer zu unterbrechen.
Und nach positiven Verstärkern, die mir helfen mich weiter gut zu fühlen und die vielleicht irgendwann als Belohnung ausreichen.
Das fällt mir nur sehr schwer in einer Gesellschft, in der fast alle mit Alkohol und/oder Essen feiern, sich belohnen, sich was Gutes tun,...
Da ich weder beim Alkohol noch beim Essen Maß halten kann, brauche ich eben andere positive Verstärker...
Sonntag, 7. April 2013
Der Reiz der Ambivalenz
Eigentlich verwirren und irritieren mich Ambivalenzen. Andererseits sind meine Krankheiten voll davon!
Kontrolle und Kontrollverlust
Der Wille gesund und krank zu sein
Aufmerksamkeit und Heimlichkeiten
Ordnung und Chaos
Strukturen und Spontanität
Klarheit und benebelt sein
...
Ich schwanke unheimlich oft zwischen Extremen hin und her, kann mich nicht klar entscheiden, und finde keinen Mittelweg.
Ich finde es reizvoll, stark und machtvoll die Kontrolle über mein Essen zu haben! Tagelang wenig und nur "gesunde" Sachen zu mir zu nehmen. Keine Ausnahmen zuzulassen. Ich fühle mich dann stark und mächtig. Das ist ein schönes Gefühl. Ich habe einen messbaren Grund um stolz auf mich zu sein!
Nur schaffe ich es nicht diesen Zustand beizubehalten. Irgendwann kippt es ins andere Extrem: Ich lasse die Kontrolle komplett los, esse worauf ich Lust habe und so viel wie nur reingeht. Vor allem genieße ich genau das! Ich genieße den Kontrollverlust, das kurze Loslassen aller Regeln, das Fallenlassen in den Genuss!
Für diesen Moment gibt es keine Sorgen, keine Zukunft, keine Konsequenzen! In diesem Moment ist alles andere egal. Je mehr ich esse, je länger brauche ich, je länger habe ich diesen Moment.
Bis nichts mehr geht. Dann muss es wieder raus, als erste Konsequenz. Ich erleichtere mich, befreie mich vom Ballast der sich angesammelt hat, befreie mich von der Schuld, mache meine Schwächen rückgängig, bestrafe mich für den Kontrollverlust. Die nächste Konsequenz ist wieder der Wunsch nach der totalen Kontrolle über mich...
Ich kann weder das eine Extrem halten, noch das andere Aushalten auf Dauer.
Aber warum finde ich keinen Mittelweg?
Warum habe ich das Gefühl, alles was nicht extrem ist, reicht nicht? Ist nicht genug?
Ganz oder gar nicht!
Alles oder Nichts!
Perfektion oder Resignation!
Wenn es nicht perfekt werden kann, lass ich es lieber.
Ich schaffe das eh nicht, dann lass ich es lieber gleich bleiben.
Wie werde ich zufrieden mit dem Mittelweg?
Wie finde ich ihn überhaupt?
Wie finde ich mich ab mit dem Durchschnittlichen?
Kontrolle und Kontrollverlust
Der Wille gesund und krank zu sein
Aufmerksamkeit und Heimlichkeiten
Ordnung und Chaos
Strukturen und Spontanität
Klarheit und benebelt sein
...
Ich schwanke unheimlich oft zwischen Extremen hin und her, kann mich nicht klar entscheiden, und finde keinen Mittelweg.
Ich finde es reizvoll, stark und machtvoll die Kontrolle über mein Essen zu haben! Tagelang wenig und nur "gesunde" Sachen zu mir zu nehmen. Keine Ausnahmen zuzulassen. Ich fühle mich dann stark und mächtig. Das ist ein schönes Gefühl. Ich habe einen messbaren Grund um stolz auf mich zu sein!
Nur schaffe ich es nicht diesen Zustand beizubehalten. Irgendwann kippt es ins andere Extrem: Ich lasse die Kontrolle komplett los, esse worauf ich Lust habe und so viel wie nur reingeht. Vor allem genieße ich genau das! Ich genieße den Kontrollverlust, das kurze Loslassen aller Regeln, das Fallenlassen in den Genuss!
Für diesen Moment gibt es keine Sorgen, keine Zukunft, keine Konsequenzen! In diesem Moment ist alles andere egal. Je mehr ich esse, je länger brauche ich, je länger habe ich diesen Moment.
Bis nichts mehr geht. Dann muss es wieder raus, als erste Konsequenz. Ich erleichtere mich, befreie mich vom Ballast der sich angesammelt hat, befreie mich von der Schuld, mache meine Schwächen rückgängig, bestrafe mich für den Kontrollverlust. Die nächste Konsequenz ist wieder der Wunsch nach der totalen Kontrolle über mich...
Ich kann weder das eine Extrem halten, noch das andere Aushalten auf Dauer.
Aber warum finde ich keinen Mittelweg?
Warum habe ich das Gefühl, alles was nicht extrem ist, reicht nicht? Ist nicht genug?
Ganz oder gar nicht!
Alles oder Nichts!
Perfektion oder Resignation!
Wenn es nicht perfekt werden kann, lass ich es lieber.
Ich schaffe das eh nicht, dann lass ich es lieber gleich bleiben.
Wie werde ich zufrieden mit dem Mittelweg?
Wie finde ich ihn überhaupt?
Wie finde ich mich ab mit dem Durchschnittlichen?
Freitag, 22. März 2013
Der letzte Frühling
Vor zwei Tagen war kalendarischer Frühlingsanfang.
Wieder ein neuer Anfang, ein neuer Aufbruch meine Verhaltensweisen zu ändern.
Beim letzten Aufbruch, zum Geburtstag von Mia, habe ich es ca. einen Monat geschafft nicht zu Erbrechen, dafür habe ich aber viel gegessen, vier Kilo zugenommen, und am Ende einen Totalrückfall, mit Erbrechen und Alkohol.
Irgendwas habe ich letztes Mal falsch gemacht.
Ich darf auch das viele Essen nicht zulassen. Und gleichzeitig nicht ZU streng mit mir sein und ZU viel von mir erwarten. Mit Geduld, Muße und viel Kraft und Energie eine langsame Veränderung.
Jeden Tag neu. Jeden Tag von vorn.
Das viele Essen und Erbrechen lähmt mich genauso wie der Alkohol. Ich MUSS beides lassen wenn ich mich weiterentwickeln, endlich erwachsen und Verantwortung für mich selbst übernehmen möchte. Als Grundvoraussetzung. Ansonsten drehe ich mich nur im Kreis, oder trete auf der Stelle.
Eine Freundin hat mir klar gemacht, dass das jetzt meine letzte Chance ist.
Wenn ich es jetzt wieder nicht schaffe, muss ich in eine Klinik. Einfach deshalb, weil es meine letzte Gelegenheit für einen Klinikaufenthalt ohne großere Komplikationen ist, weil Mia nächstes Schuljahr in die Schule kommt. Ab dann wird es sehr schwierig ohne großes Aufsehen mit den Kindern 6 bis 8 Wochen zu verschwinden...
Mein letzter Frühling hat vor zwei Tagen begonnen!
Heute ist Tag drei...
Wieder ein neuer Anfang, ein neuer Aufbruch meine Verhaltensweisen zu ändern.
Beim letzten Aufbruch, zum Geburtstag von Mia, habe ich es ca. einen Monat geschafft nicht zu Erbrechen, dafür habe ich aber viel gegessen, vier Kilo zugenommen, und am Ende einen Totalrückfall, mit Erbrechen und Alkohol.
Irgendwas habe ich letztes Mal falsch gemacht.
Ich darf auch das viele Essen nicht zulassen. Und gleichzeitig nicht ZU streng mit mir sein und ZU viel von mir erwarten. Mit Geduld, Muße und viel Kraft und Energie eine langsame Veränderung.
Jeden Tag neu. Jeden Tag von vorn.
Das viele Essen und Erbrechen lähmt mich genauso wie der Alkohol. Ich MUSS beides lassen wenn ich mich weiterentwickeln, endlich erwachsen und Verantwortung für mich selbst übernehmen möchte. Als Grundvoraussetzung. Ansonsten drehe ich mich nur im Kreis, oder trete auf der Stelle.
Eine Freundin hat mir klar gemacht, dass das jetzt meine letzte Chance ist.
Wenn ich es jetzt wieder nicht schaffe, muss ich in eine Klinik. Einfach deshalb, weil es meine letzte Gelegenheit für einen Klinikaufenthalt ohne großere Komplikationen ist, weil Mia nächstes Schuljahr in die Schule kommt. Ab dann wird es sehr schwierig ohne großes Aufsehen mit den Kindern 6 bis 8 Wochen zu verschwinden...
Mein letzter Frühling hat vor zwei Tagen begonnen!
Heute ist Tag drei...
Donnerstag, 21. März 2013
Disziplin
Kann man aus einem Rückfall lernen?
Ich glaube ja.
Vor allem dann, wenn man ihn schnell wieder stoppen kann.
Das konnte ich, ich habe nicht weiter getrunken, auch wenn mir danach war, dafür habe ich es mit der Bulimie ausgeglichen...
Ich will nicht mehr!!!
Nicht mehr Trinken und nicht mehr Erbrechen! Beides kommt mir vor wie ein Zeichen von Schwäche. Ich schaffe meinen Alltag nicht, bin schwach, bin den Anforderungen nicht gewachsen, erreiche meine Ziele nicht, halte dann den Frust und die negativen Gefühle nicht aus und versuche sie zu verdrängen, mit Alkohol oder Essen. Das ist doch schwach!
Besser wäre Aushalten, zu sich stehen, sich aufraffen, Disziplin, Stärke zeigen, Standhaft bleiben,...!
Ich komme von dem Gedanken nicht weg, dass Abnehmen Stärke verkörpert.
Ich möchte weiter Abnehmen, Stärke und Disziplin beweisen! Am meisten mir selbst gegenüber! Ich kann das! Bin stark, diszipliniert, beherrscht, kontrolliert,...
Bedeutet das, dass ich nicht gesund werden möchte?
Ich glaube ja.
Vor allem dann, wenn man ihn schnell wieder stoppen kann.
Das konnte ich, ich habe nicht weiter getrunken, auch wenn mir danach war, dafür habe ich es mit der Bulimie ausgeglichen...
Ich will nicht mehr!!!
Nicht mehr Trinken und nicht mehr Erbrechen! Beides kommt mir vor wie ein Zeichen von Schwäche. Ich schaffe meinen Alltag nicht, bin schwach, bin den Anforderungen nicht gewachsen, erreiche meine Ziele nicht, halte dann den Frust und die negativen Gefühle nicht aus und versuche sie zu verdrängen, mit Alkohol oder Essen. Das ist doch schwach!
Besser wäre Aushalten, zu sich stehen, sich aufraffen, Disziplin, Stärke zeigen, Standhaft bleiben,...!
Ich komme von dem Gedanken nicht weg, dass Abnehmen Stärke verkörpert.
Ich möchte weiter Abnehmen, Stärke und Disziplin beweisen! Am meisten mir selbst gegenüber! Ich kann das! Bin stark, diszipliniert, beherrscht, kontrolliert,...
Bedeutet das, dass ich nicht gesund werden möchte?
Samstag, 23. Februar 2013
Muss ich denn sterben, um zu leben?
Ja, der Titel dieses Eintrags ist von Falco. Der Satz schwirrt um meinen Kopf, und er geht nicht mehr weg.
Heute habe ich eine unerwartet hohe Rechnung im Briefkasten gefunden. Die Rentenversicherung stellt eine Forderung in einer vierstelligen Summe, die innerhalb einer Woche zu begleichen ist und mein Konto incl. Sparbuch leerfegen wird. Das überfordert mich. Dann ist alles weg. Ich habe keine Rücklagen mehr. Und Andreas will ich nicht nach Geld fragen, weil ich mir dann Vorwürfe anhören dürfte wie: "Selber schuld, dass die Versäumnisszuschläge so hoch sind, hättest dich eben früher darum gekümmert!" "Du bekommst nichts geregelt!" "Immer willst du Geld, ich überweise dir doch schon Geld jeden Monat!" ""Du lässt dich nur aushalten!" ...
Irgendwas in der Richtung würde kommen. Ist schließlich alles schon einmal so dagewesen...
Als ich mitten am Heulen war kam er heim. Seine Reaktion auf das frisch geputzte Auto (nur von außen, weiter bin ich noch nicht gekommen):
"Warum hast du denn das Auto geputzt? Bist du schon wieder irgendwo dagegengefahren? Weißt du nicht, dass man Autos nicht putzt wenn es Minustemperaturen hat? Das steht in jeder Autozeitung! Hättest du mich mal gefragt! Innen wäre es nötiger gewesen, aber da ist es immer noch total verdreckt! ..."
"Und jetzt sieh mal zu, dass du auch mal was tust, hier sieht es aus wie Sau!!!! Du bist bloß noch am Telefonieren!" ...
Mein Körper zittert, meine Seele schmerzt, meine Augen sind trübe, in meinem Hals steckt ein dicker Klos, in meiner Brust sitzt ein tiefes Loch, was alles zu verschlingen droht,...
Ich bin am Essen...
Die halb leere Flasche Wein in der Küche rückt verführerisch nahe an mich heran...
Die Versprechen und Vorsätze sind weg...
Viel habe ich gelernt. Erst gestern habe ich bei einem Telefonat viel über mich erfahren.
Aber Umsetzen kann ich es nicht - daraus Kraft schöpfen kann ich nicht.
Ich bin nicht stark genug für dieses Leben.
Heute habe ich eine unerwartet hohe Rechnung im Briefkasten gefunden. Die Rentenversicherung stellt eine Forderung in einer vierstelligen Summe, die innerhalb einer Woche zu begleichen ist und mein Konto incl. Sparbuch leerfegen wird. Das überfordert mich. Dann ist alles weg. Ich habe keine Rücklagen mehr. Und Andreas will ich nicht nach Geld fragen, weil ich mir dann Vorwürfe anhören dürfte wie: "Selber schuld, dass die Versäumnisszuschläge so hoch sind, hättest dich eben früher darum gekümmert!" "Du bekommst nichts geregelt!" "Immer willst du Geld, ich überweise dir doch schon Geld jeden Monat!" ""Du lässt dich nur aushalten!" ...
Irgendwas in der Richtung würde kommen. Ist schließlich alles schon einmal so dagewesen...
Als ich mitten am Heulen war kam er heim. Seine Reaktion auf das frisch geputzte Auto (nur von außen, weiter bin ich noch nicht gekommen):
"Warum hast du denn das Auto geputzt? Bist du schon wieder irgendwo dagegengefahren? Weißt du nicht, dass man Autos nicht putzt wenn es Minustemperaturen hat? Das steht in jeder Autozeitung! Hättest du mich mal gefragt! Innen wäre es nötiger gewesen, aber da ist es immer noch total verdreckt! ..."
"Und jetzt sieh mal zu, dass du auch mal was tust, hier sieht es aus wie Sau!!!! Du bist bloß noch am Telefonieren!" ...
Mein Körper zittert, meine Seele schmerzt, meine Augen sind trübe, in meinem Hals steckt ein dicker Klos, in meiner Brust sitzt ein tiefes Loch, was alles zu verschlingen droht,...
Ich bin am Essen...
Die halb leere Flasche Wein in der Küche rückt verführerisch nahe an mich heran...
Die Versprechen und Vorsätze sind weg...
Viel habe ich gelernt. Erst gestern habe ich bei einem Telefonat viel über mich erfahren.
Aber Umsetzen kann ich es nicht - daraus Kraft schöpfen kann ich nicht.
Ich bin nicht stark genug für dieses Leben.
Dienstag, 19. Februar 2013
Normal?
Wieder mal beschäftigt mich das Essen.
Irgendwie bekomme ich es nicht wirklich hin. Entweder esse ich zu viel, oder nichts, bzw. fast nichts.
Das ist auch nicht normal!
Aber was ist "normal"?
Aufhören zu können wenn man SATT ist?
Zu merken wenn man satt ist?
Zu merken wenn man Hunger hat?
Nur zu Essen wenn der Körper Nahrung braucht?
Zu essen worauf man Lust und Appetit hat?
Essen nicht mit Gefühlen, schlechtem Gewissen, mit Belohnung und Bestrafung verbinden?
Lebensmittel nicht in "Erlaubtes" und "Verbotenes" einteilen?
Das alles kann ich nicht. Noch nicht. Vielleicht gar nie.
Aber ich muss lernen damit umzugehen!
Vorgestern hatte ich abends noch "Lust" ein Müsli zu essen. Daraus wurden vier oder fünf Schüsseln und zwei Becher Joghurt... Dafür habe ich gestern wieder nichts gegessen...
Irgendwie ist es bei mir beim Essen wie bei anderen Suchtmitteln:
Es ist einfacher nichts zu essen, als wenig. Nach JEDEM Essen kämpfe ich damit aufhören zu können. Und es spielt keine besondere Rolle ob es sich dabei um Chips, Schokolade, Müsli, Suppe, Äpfel oder Orangen handelt!
Vielleicht wird es irgendwann einfacher... Zumindest sagen das doch alle...
Das letzte Mal absichtlich erbrochen habe ich vor Mias Geburtstag.
Heute ist Tag fünfundzwanzig...
...und Tag zwei ohne Essanfall.
Irgendwie bekomme ich es nicht wirklich hin. Entweder esse ich zu viel, oder nichts, bzw. fast nichts.
Das ist auch nicht normal!
Aber was ist "normal"?
Aufhören zu können wenn man SATT ist?
Zu merken wenn man satt ist?
Zu merken wenn man Hunger hat?
Nur zu Essen wenn der Körper Nahrung braucht?
Zu essen worauf man Lust und Appetit hat?
Essen nicht mit Gefühlen, schlechtem Gewissen, mit Belohnung und Bestrafung verbinden?
Lebensmittel nicht in "Erlaubtes" und "Verbotenes" einteilen?
Das alles kann ich nicht. Noch nicht. Vielleicht gar nie.
Aber ich muss lernen damit umzugehen!
Vorgestern hatte ich abends noch "Lust" ein Müsli zu essen. Daraus wurden vier oder fünf Schüsseln und zwei Becher Joghurt... Dafür habe ich gestern wieder nichts gegessen...
Irgendwie ist es bei mir beim Essen wie bei anderen Suchtmitteln:
Es ist einfacher nichts zu essen, als wenig. Nach JEDEM Essen kämpfe ich damit aufhören zu können. Und es spielt keine besondere Rolle ob es sich dabei um Chips, Schokolade, Müsli, Suppe, Äpfel oder Orangen handelt!
Vielleicht wird es irgendwann einfacher... Zumindest sagen das doch alle...
Das letzte Mal absichtlich erbrochen habe ich vor Mias Geburtstag.
Heute ist Tag fünfundzwanzig...
...und Tag zwei ohne Essanfall.
Sonntag, 17. Februar 2013
Ich bin gut so
... wie ich eben bin.
In Zukunft werde ich mir nicht mehr so viel gefallen lassen.
Nicht von meinem Mann, nicht von meinen Eltern, und auch von sonst keinem. Ich werde mich wehren, wenn ich nicht ernst genommen werde, oder das Gefühl habe nicht "gleichberechtigt" wahrgenommen zu werden, oder mich jemand beleidigt oder herabsetzt, wenn auch nur indirekt.
Natürlich muss mir das alles zuerst mal auffallen. Aber ich merke immer mehr, das hinter jedem schlechten Gefühl, hinter jedem Essdruck, irgend so eine Situation steckt. Und sei es auch nur die Erwartung, dass es Abends wieder so läuft.
Ein Beispiel: Vor ein paar Tagen habe ich echt viel gemacht und trotzdem hatte ich ein schlechtes Gefühl und habe Abends wieder viel gegessen.
Mittlerweile glaub ich zu wissen wo es herkam: Es war die Hoffnungslosigkeit die mich ergriff, die Resignation, dass egal was ich mache, es wird nie genug sein, es wird nie perfekt, ich werde nie "fertig"...
Aber das ist ohnehin nicht möglich. Niemand ist irgendwann fertig, oder perfekt. Ich brauche mich deshalb nicht klein fühlen, oder klein machen lassen...
Ich werde in Zukunft keine Befehle, Anordnungen, Beleidigungen, "Erlaubnisse", und ähnliches mehr von "gleichrangigen Personen" annehmen und mich dabei schlecht und klein fühlen!
Ich werde dagegenhalten, kontrageben, oder, zur Not, die Situation einfach rechtzeitig verlassen.
Vielleicht schaffe ich es dann endlich mit der vielen Esserei wieder aufzuhören und mich besser zu fühlen!
Das letzte Mal absichtlich Erbrochen habe ich vor Mias Geburtstag.
Heute ist Tag zweiundzwanzig...
...und Tag eins ohne Essanfall...
In Zukunft werde ich mir nicht mehr so viel gefallen lassen.
Nicht von meinem Mann, nicht von meinen Eltern, und auch von sonst keinem. Ich werde mich wehren, wenn ich nicht ernst genommen werde, oder das Gefühl habe nicht "gleichberechtigt" wahrgenommen zu werden, oder mich jemand beleidigt oder herabsetzt, wenn auch nur indirekt.
Natürlich muss mir das alles zuerst mal auffallen. Aber ich merke immer mehr, das hinter jedem schlechten Gefühl, hinter jedem Essdruck, irgend so eine Situation steckt. Und sei es auch nur die Erwartung, dass es Abends wieder so läuft.
Ein Beispiel: Vor ein paar Tagen habe ich echt viel gemacht und trotzdem hatte ich ein schlechtes Gefühl und habe Abends wieder viel gegessen.
Mittlerweile glaub ich zu wissen wo es herkam: Es war die Hoffnungslosigkeit die mich ergriff, die Resignation, dass egal was ich mache, es wird nie genug sein, es wird nie perfekt, ich werde nie "fertig"...
Aber das ist ohnehin nicht möglich. Niemand ist irgendwann fertig, oder perfekt. Ich brauche mich deshalb nicht klein fühlen, oder klein machen lassen...
Ich werde in Zukunft keine Befehle, Anordnungen, Beleidigungen, "Erlaubnisse", und ähnliches mehr von "gleichrangigen Personen" annehmen und mich dabei schlecht und klein fühlen!
Ich werde dagegenhalten, kontrageben, oder, zur Not, die Situation einfach rechtzeitig verlassen.
Vielleicht schaffe ich es dann endlich mit der vielen Esserei wieder aufzuhören und mich besser zu fühlen!
Das letzte Mal absichtlich Erbrochen habe ich vor Mias Geburtstag.
Heute ist Tag zweiundzwanzig...
...und Tag eins ohne Essanfall...
Samstag, 9. Februar 2013
Totalausfall
Immer wieder wird mir in den Therapien und Gruppen gesagt, ich darf mich von niemandem abhängig machen, ich darf von niemandem etwas erwarten, das was ich brauche kann ich mir nur selbst geben, nur ich allein kann an meiner Situation was ändern, niemand sonst,...
Andererseits höre ich aber auch oft: Ohne Unterstützung von Angehörigen schafft es keiner, man braucht Rückhalt,...
Widerspricht sich das nicht ein wenig???
Spielt keine Rolle, denn ich bin ohnehin ziemlich allein.
Meine Eltern sind der Meinung ich mach mich nur wichtig und steigere mich in einen Spleen um Aufmerksamkeit zu bekommen. Dem begegnen sie am liebsten mit Ignoranz in der Hoffnung, dass es sich dann von allein erledigt...
Meine Schwester und einige Freundinnen haben wenig Zeit und müssen sich um sich selbst kümmern.
Andreas meinte heute zu mir: "Du weißt doch, dass über Gefühle reden nicht so mein Ding ist." Außerdem ist er unzufrieden über den unperfekten Haushalt und bevor sich der Zustand nicht ändert, KANN er nicht zufrieden sein und über andere Dinge (wie zum Beispiel unsere Beziehung) reden - oder sich kümmern.
Was soll ich dazu noch sagen???
Also rede ich mit ihm auch nur noch über den Haushalt!?! Ob es ihm auffallen wird?!?
Und Simone, mein einziger verbliebener verlässlicher Rückhalt und Unterstützung hat sich in den Winterurlaub verabschiedet!
Also, wurde mir heute bewusst: Totalausfall!!!!
Ich kann mich auf niemanden wirklich verlassen!!!!
Und vielleicht ist das auch gut so! Vielleicht muss ich gerade das endlich lernen und kapieren!!!
Meine Familie WILL es nicht verstehen und meine Freunde haben ihr eigenes Leben!
ICH muss was für MICH ändern. Nicht für oder wegen den anderen, und auch nicht durch andere.
Ich bin alleine! Trotz Partner, trotz Eltern und trotz Freunde!
Akzepiere das!
Es war schon immer so!
Und höre endlich auf so viel zu Essen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich habe mein Versprechen wegen dem Erbrechen gehalten, trotz Essanfällen! Nur, wie lange geht das noch gut?
Ich esse meist entweder viel, oder gar nichts. Zur Zeit eher viel!!! Ich getraue mich schon gar nicht mehr mich zu wiegen!
Das letzte Mal erbrochen habe ich mich vor Mias Geburtstag.
Heute ist Tag vierzehn...
Andererseits höre ich aber auch oft: Ohne Unterstützung von Angehörigen schafft es keiner, man braucht Rückhalt,...
Widerspricht sich das nicht ein wenig???
Spielt keine Rolle, denn ich bin ohnehin ziemlich allein.
Meine Eltern sind der Meinung ich mach mich nur wichtig und steigere mich in einen Spleen um Aufmerksamkeit zu bekommen. Dem begegnen sie am liebsten mit Ignoranz in der Hoffnung, dass es sich dann von allein erledigt...
Meine Schwester und einige Freundinnen haben wenig Zeit und müssen sich um sich selbst kümmern.
Andreas meinte heute zu mir: "Du weißt doch, dass über Gefühle reden nicht so mein Ding ist." Außerdem ist er unzufrieden über den unperfekten Haushalt und bevor sich der Zustand nicht ändert, KANN er nicht zufrieden sein und über andere Dinge (wie zum Beispiel unsere Beziehung) reden - oder sich kümmern.
Was soll ich dazu noch sagen???
Also rede ich mit ihm auch nur noch über den Haushalt!?! Ob es ihm auffallen wird?!?
Und Simone, mein einziger verbliebener verlässlicher Rückhalt und Unterstützung hat sich in den Winterurlaub verabschiedet!
Also, wurde mir heute bewusst: Totalausfall!!!!
Ich kann mich auf niemanden wirklich verlassen!!!!
Und vielleicht ist das auch gut so! Vielleicht muss ich gerade das endlich lernen und kapieren!!!
Meine Familie WILL es nicht verstehen und meine Freunde haben ihr eigenes Leben!
ICH muss was für MICH ändern. Nicht für oder wegen den anderen, und auch nicht durch andere.
Ich bin alleine! Trotz Partner, trotz Eltern und trotz Freunde!
Akzepiere das!
Es war schon immer so!
Und höre endlich auf so viel zu Essen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich habe mein Versprechen wegen dem Erbrechen gehalten, trotz Essanfällen! Nur, wie lange geht das noch gut?
Ich esse meist entweder viel, oder gar nichts. Zur Zeit eher viel!!! Ich getraue mich schon gar nicht mehr mich zu wiegen!
Das letzte Mal erbrochen habe ich mich vor Mias Geburtstag.
Heute ist Tag vierzehn...
Dienstag, 5. Februar 2013
Neue Rückschläge
... und Herausforderungen!
Gestern Abend nach 22 Uhr hatte ich einen Essanfall. Ich hatte schon den ganzen Tag ein großes Verlangen, dem ich mal wieder mit viel Obst begegnet bin.
Am Abend dann hatte Andreas einen Verhaltensrückfall seiner Art: Mit einigen Bier intus wurde er verletzend und aggressiv. Er regte sich auf, dass ich keine Abmachungen einhalten würde (die er aufstellt ohne mich zu fragen)!
Na ja, genaugenommen hat er sich darüber beschwert, dass ich erst nach 22.30 Uhr heimkam, OBWOHL er vorher gesagt hatte ich solle unmittelbar nach meiner Gruppe nach hause kommen (was dann gegen 21.30 Uhr gewesen wäre). Als ich ihn dann fragte, weshalb, er säße doch nur vor dem Fernseher, was denn los sei, was ich denn in der letzten Stunde hier verpasst hätte, oder hätte tun sollen, meinte er Sachen wie:
"Weil ich es sage!"
"Du hättest putzen können, die Wohnung hat's nötig!"
"Du gehst bald jeden Abend weg! Hältst dich nicht an Abmachungen, bist unpünktlich, dann mach ich das künftig eben auch!"
"Und jetzt halt die Klappe, ich schaue einen Film!"
Als ich dann sagte, er braucht sich nicht als Vater oder Chef aufspielen, das sei er nicht, meinte er:
"Einer muss ja sagen wo es lang geht!"
"Was ich sage hast du zu tun! Und wenn ich sage du kommst gleich heim, dann kommst du gleich heim!"
Als ich dann sagte: "Gut, dann sage ich du darfst keinen Alkohol mehr in der Wohnung trinken!"
meinte er:
"Nur weil DU ein Problem damit hast? Ich denk ja gar nicht dran!"
"Und jetzt halt endlich deine Klappe, ich seh einen Film! Oder kommt das in deinem kleinen Hirn nicht an?"
Ich: "Warum bist du aggressiv und beleidigst mich die ganze Zeit?"
Er: "Weil du es ja anders anscheinend nicht verstehst!"
..........................................................................
Ich habe danach zwei Brezeln mit viel Butter und Käse und eine ganze Packung Knäckebrot mit fast einem ganzen Glas Nuss-Nougat-Creme gegessen!
Aber ich habe mein Versprechen gehalten und nicht erbrochen!
Jetzt wird eben wieder eine Weile nichts mehr, oder nur wenig gegessen... Irgendwie MUSS sich das ja mal einpendeln...
Ich fühle mich jetzt, 12 Stunden später, immer noch voll und satt und werde solange dieses Gefühl anhält auch nichts mehr essen!
Heute Abend, wenn Andreas aus der Arbeit kommt und vielleicht wieder normale Laune hat, werde ich ihn fragen, was EIGENTLICH sein Problem war gestern. Denn normalerweise kann man sehr gut mit ihm reden und er kann unheimlich lieb sein.
Nur manchmal hat er solche "Aussetzer" und da geht gar nichts mehr.
Ich kann offensichtlich immer noch nicht damit umgehen!!!
Das letzte Mal absichtlich erbrochen habe ich vor Mias Geburtstag.
Heute ist Tag zehn...
Gestern Abend nach 22 Uhr hatte ich einen Essanfall. Ich hatte schon den ganzen Tag ein großes Verlangen, dem ich mal wieder mit viel Obst begegnet bin.
Am Abend dann hatte Andreas einen Verhaltensrückfall seiner Art: Mit einigen Bier intus wurde er verletzend und aggressiv. Er regte sich auf, dass ich keine Abmachungen einhalten würde (die er aufstellt ohne mich zu fragen)!
Na ja, genaugenommen hat er sich darüber beschwert, dass ich erst nach 22.30 Uhr heimkam, OBWOHL er vorher gesagt hatte ich solle unmittelbar nach meiner Gruppe nach hause kommen (was dann gegen 21.30 Uhr gewesen wäre). Als ich ihn dann fragte, weshalb, er säße doch nur vor dem Fernseher, was denn los sei, was ich denn in der letzten Stunde hier verpasst hätte, oder hätte tun sollen, meinte er Sachen wie:
"Weil ich es sage!"
"Du hättest putzen können, die Wohnung hat's nötig!"
"Du gehst bald jeden Abend weg! Hältst dich nicht an Abmachungen, bist unpünktlich, dann mach ich das künftig eben auch!"
"Und jetzt halt die Klappe, ich schaue einen Film!"
Als ich dann sagte, er braucht sich nicht als Vater oder Chef aufspielen, das sei er nicht, meinte er:
"Einer muss ja sagen wo es lang geht!"
"Was ich sage hast du zu tun! Und wenn ich sage du kommst gleich heim, dann kommst du gleich heim!"
Als ich dann sagte: "Gut, dann sage ich du darfst keinen Alkohol mehr in der Wohnung trinken!"
meinte er:
"Nur weil DU ein Problem damit hast? Ich denk ja gar nicht dran!"
"Und jetzt halt endlich deine Klappe, ich seh einen Film! Oder kommt das in deinem kleinen Hirn nicht an?"
Ich: "Warum bist du aggressiv und beleidigst mich die ganze Zeit?"
Er: "Weil du es ja anders anscheinend nicht verstehst!"
..........................................................................
Ich habe danach zwei Brezeln mit viel Butter und Käse und eine ganze Packung Knäckebrot mit fast einem ganzen Glas Nuss-Nougat-Creme gegessen!
Aber ich habe mein Versprechen gehalten und nicht erbrochen!
Jetzt wird eben wieder eine Weile nichts mehr, oder nur wenig gegessen... Irgendwie MUSS sich das ja mal einpendeln...
Ich fühle mich jetzt, 12 Stunden später, immer noch voll und satt und werde solange dieses Gefühl anhält auch nichts mehr essen!
Heute Abend, wenn Andreas aus der Arbeit kommt und vielleicht wieder normale Laune hat, werde ich ihn fragen, was EIGENTLICH sein Problem war gestern. Denn normalerweise kann man sehr gut mit ihm reden und er kann unheimlich lieb sein.
Nur manchmal hat er solche "Aussetzer" und da geht gar nichts mehr.
Ich kann offensichtlich immer noch nicht damit umgehen!!!
Das letzte Mal absichtlich erbrochen habe ich vor Mias Geburtstag.
Heute ist Tag zehn...
Samstag, 2. Februar 2013
Kindermund tut Wahrheit kund
Bisher halte ich es durch. Ich esse sogar mehr als vorher (natürlich ohne die früheren Essanfälle gerechnet).
Dies zeigt aber auch Konsequenzen: Ich habe einen aufgeblähten Bauch. Das liegt einerseits daran, dass ich viele Ballaststoffe esse, aber auch daran, dass ich Essverlangen mit viel Obst begegne. (Ich hoffe immer noch dass man von Obst nicht zunehmen kann!)
Heute beim Duschen nach dem Schwimmkurs meinte meine vierjährige Emily zu mir: "Du hast aber einen dicken Bauch!"
Das weiß ich selbst! dachte ich bei mir.
Wie gehe ich damit um? Doch weniger essen? Doch dem Wunsch nachgeben weiter abzunehmen?
Ich ging ins andere Extrem! Tat etwas, was ich mich vor Wochen noch nicht getraut hätte: Ich bin mit meiner Familie heute abend spontan in ein asiatisches Restaurant mit Buffet gegangen und aß so viel und worauf ich Lust hatte. JETZT fühle ich mich dick und voll!
Aber ich will es aushalten!
Andreas erschrack regelrecht, als er vorhin daheim meinen geblähten Bauch sah. Er fragte, ob ich ihn absichtlich herausstrecken würde!
Also hatte Emily doch recht: Mein Bauch IST dick!!! Ich wiege mit sicherheit vier Kilo mehr als noch vor zwei Wochen!
Ich hatte sofort extrem schlechte Laune...
Ab morgen darf ich wieder weniger essen und muss wieder mehr Sport machen!!!
Aber durchgehalten wird trotzdem! Mein Versprechen wird nicht nochmal gebrochen!!!
Das letzte Mal war vor Mias Geburtstag.
Heute ist Tag sieben...
Dies zeigt aber auch Konsequenzen: Ich habe einen aufgeblähten Bauch. Das liegt einerseits daran, dass ich viele Ballaststoffe esse, aber auch daran, dass ich Essverlangen mit viel Obst begegne. (Ich hoffe immer noch dass man von Obst nicht zunehmen kann!)
Heute beim Duschen nach dem Schwimmkurs meinte meine vierjährige Emily zu mir: "Du hast aber einen dicken Bauch!"
Das weiß ich selbst! dachte ich bei mir.
Wie gehe ich damit um? Doch weniger essen? Doch dem Wunsch nachgeben weiter abzunehmen?
Ich ging ins andere Extrem! Tat etwas, was ich mich vor Wochen noch nicht getraut hätte: Ich bin mit meiner Familie heute abend spontan in ein asiatisches Restaurant mit Buffet gegangen und aß so viel und worauf ich Lust hatte. JETZT fühle ich mich dick und voll!
Aber ich will es aushalten!
Andreas erschrack regelrecht, als er vorhin daheim meinen geblähten Bauch sah. Er fragte, ob ich ihn absichtlich herausstrecken würde!
Also hatte Emily doch recht: Mein Bauch IST dick!!! Ich wiege mit sicherheit vier Kilo mehr als noch vor zwei Wochen!
Ich hatte sofort extrem schlechte Laune...
Ab morgen darf ich wieder weniger essen und muss wieder mehr Sport machen!!!
Aber durchgehalten wird trotzdem! Mein Versprechen wird nicht nochmal gebrochen!!!
Das letzte Mal war vor Mias Geburtstag.
Heute ist Tag sieben...
Montag, 28. Januar 2013
Neues Leben
Mias Geburtstag ist vorbei und mein neues Leben hat begonnen!
Ich lasse nun keine Ausrede mehr gelten! Es gibt keine Ausnahmen mehr, die ich mir selbst immer wieder einrede und meine Veränderung rauszögern...
Kein Erbrechen mehr! Ich muss mich selbst aushalten! Ich kann das und ich schaff das!
Eine neue Rechnung hat begonnen!
Das letzte Mal war vor Mias Geburtstag!
Ich lasse nun keine Ausrede mehr gelten! Es gibt keine Ausnahmen mehr, die ich mir selbst immer wieder einrede und meine Veränderung rauszögern...
Kein Erbrechen mehr! Ich muss mich selbst aushalten! Ich kann das und ich schaff das!
Eine neue Rechnung hat begonnen!
Das letzte Mal war vor Mias Geburtstag!
Freitag, 25. Januar 2013
Mias Geburtstagsgeschenk
Meine große Tochter Mia wird am Wochenende sechs Jahre alt. Sie wird älter, bekommt immer mehr mit, versteht immer mehr, fordert mich immer mehr auf eine andere Weise wie es Kleinkinder tun.
Ich möchte die Verantwortung übernehmen, für sie da sein, für sie stark sein, für sie ein gutes Vorbild sein,...
Diese Woche habe ich in meiner Selbsthilfegruppe andere gefragt, die weiter sind als ich, wofür sich das Kämpfen lohnt, was sich denn überhaupt ändert.
Das war die Rückmeldung:
"Das Selbstbewusstsein steigt langsam, man wird stolz auf sich, die innere Haltung und Einstellung bessert sich, man weiß mit der Zeit besser was man mag und möchte, kann das auch eher sagen und sich behaupten, die Haltung, auch der Gesichtsausdruck, bessert sich, man hat viel mehr Zeit, die eigenen Gefühle werden klarer, ...
Daher lohnt es sich auf alle Fälle! Aber es ist hart, vor allem am Anfang. Da ist es wie ein Entzug. Ein schwerer Kampf, mit sich selbst und dem eigenen Körper."
Das hat mir geholfen und Mut gemacht!
Ich bin jetzt ganz offiziell im Entzug!!! Ich glaube so muss ich das jetzt sehen!
Und ich verspreche Mia (natürlich ohne es ihr zu sagen), dass ich mir damit Mühe gebe, dass ich dieses Mal nicht so schnell einbreche!
Es soll mein Geburtstagsgeschenk an sie sein! Sie verdient eine Mutter die sich besser im Griff hat, die stark ist und lebensfähig,... (und ihre Schwester natürlich auch)
Heute ist Tag eins...
Ich möchte die Verantwortung übernehmen, für sie da sein, für sie stark sein, für sie ein gutes Vorbild sein,...
Diese Woche habe ich in meiner Selbsthilfegruppe andere gefragt, die weiter sind als ich, wofür sich das Kämpfen lohnt, was sich denn überhaupt ändert.
Das war die Rückmeldung:
"Das Selbstbewusstsein steigt langsam, man wird stolz auf sich, die innere Haltung und Einstellung bessert sich, man weiß mit der Zeit besser was man mag und möchte, kann das auch eher sagen und sich behaupten, die Haltung, auch der Gesichtsausdruck, bessert sich, man hat viel mehr Zeit, die eigenen Gefühle werden klarer, ...
Daher lohnt es sich auf alle Fälle! Aber es ist hart, vor allem am Anfang. Da ist es wie ein Entzug. Ein schwerer Kampf, mit sich selbst und dem eigenen Körper."
Das hat mir geholfen und Mut gemacht!
Ich bin jetzt ganz offiziell im Entzug!!! Ich glaube so muss ich das jetzt sehen!
Und ich verspreche Mia (natürlich ohne es ihr zu sagen), dass ich mir damit Mühe gebe, dass ich dieses Mal nicht so schnell einbreche!
Es soll mein Geburtstagsgeschenk an sie sein! Sie verdient eine Mutter die sich besser im Griff hat, die stark ist und lebensfähig,... (und ihre Schwester natürlich auch)
Heute ist Tag eins...
Mittwoch, 23. Januar 2013
Teufelskreise
Offensichtlich lag ich mit meiner Vermutung falsch.
Ich habe meinen Tiefpunkt anscheinend nicht erreicht, also brauche ich darüber auch nicht mehr reden.
Ich schaffe es anscheinend nicht! Ich weiß nicht wie, manchmal weiß ich nicht wofür, und mir ist wieder alles egal...
Alles ist so anstrengend! Das Aufstehen, die Kinder fertig machen für den Kindergarten, der Haushalt, der Alltag, das Essen,... Jeden Tag von vorn, jeden Tag anstrengen und kämpfen. Ich kann mich nicht motivieren für den Alltag, für das Leben,...
Manchmal frage ich mich ob es sich lohnt morgens aufzustehen, wofür man denn eigentlich lebt, wenn das Leben so anstrengend ist!
Dann wiederrum bin ich frustriert und enttäuscht über mich selbst, dass ich es nicht schaffe mich selbst besser zu motivieren, mich nicht einfach zusammenreisen kann und es durchhalte...
Aber diese Enttäuschung drücke ich dann mit Essen und Erbrechen weg, worüber ich dann auch wieder enttäuscht bin. Es lähmt mich, meine Gefühle, meinen Verstand, meine Gedanken,... Alles wird langsamer, was mich dann noch deprimierter macht,...
Es ist ein Scheiß Teufelskreis!!!!!!!!!!!!!! Und ich finde keinen Weg raus!!!!!!
Und ich komme mit meinem Blähbauch nicht zurecht! Sobald ich was esse, egal was, habe ich einen aufgeblähten Bauch. Ich fühle mich unglaublich dick und maßlos, unkontrolliert, undiszipliniert, unbeherrscht...
Andere sagen, ich sei zu dünn. Ich kann es ihnen nicht glauben.
Der dicke Bauch muss weg!
Wer weiß, vielleicht geht es mir dann besser... (Wahrscheinlich eher nicht)
Heute ist Tag null...
Ich habe meinen Tiefpunkt anscheinend nicht erreicht, also brauche ich darüber auch nicht mehr reden.
Ich schaffe es anscheinend nicht! Ich weiß nicht wie, manchmal weiß ich nicht wofür, und mir ist wieder alles egal...
Alles ist so anstrengend! Das Aufstehen, die Kinder fertig machen für den Kindergarten, der Haushalt, der Alltag, das Essen,... Jeden Tag von vorn, jeden Tag anstrengen und kämpfen. Ich kann mich nicht motivieren für den Alltag, für das Leben,...
Manchmal frage ich mich ob es sich lohnt morgens aufzustehen, wofür man denn eigentlich lebt, wenn das Leben so anstrengend ist!
Dann wiederrum bin ich frustriert und enttäuscht über mich selbst, dass ich es nicht schaffe mich selbst besser zu motivieren, mich nicht einfach zusammenreisen kann und es durchhalte...
Aber diese Enttäuschung drücke ich dann mit Essen und Erbrechen weg, worüber ich dann auch wieder enttäuscht bin. Es lähmt mich, meine Gefühle, meinen Verstand, meine Gedanken,... Alles wird langsamer, was mich dann noch deprimierter macht,...
Es ist ein Scheiß Teufelskreis!!!!!!!!!!!!!! Und ich finde keinen Weg raus!!!!!!
Und ich komme mit meinem Blähbauch nicht zurecht! Sobald ich was esse, egal was, habe ich einen aufgeblähten Bauch. Ich fühle mich unglaublich dick und maßlos, unkontrolliert, undiszipliniert, unbeherrscht...
Andere sagen, ich sei zu dünn. Ich kann es ihnen nicht glauben.
Der dicke Bauch muss weg!
Wer weiß, vielleicht geht es mir dann besser... (Wahrscheinlich eher nicht)
Heute ist Tag null...
Dienstag, 15. Januar 2013
Tiefpunkte
Jeder braucht seinen persönlichen Tiefpunkt, der für ihn genug Leidensdruck erzeugt, um endlich schwere Veränderungen zu treffen, sie durchzuhalten und stark, standhaft und konsequent zu bleiben.
Das weiß ich eigentlich schon lange, und beim Alkohol hatte ich diesen Punkt schon erreicht, meiner Meinung nach, aber bei der Bulimie hatte ich den Punkt offensichtlich noch nicht, weil ich immer wieder nachgegeben habe.
Aber vielleicht ist es jetzt soweit!!!
Letzte Woche ist etwas passiert was mich ziemlich schockiert hatte! Nichts Schlimmes, niemand ist verletzt worden, aber persönliche Tiefpunkte fallen bei jedem anders aus...
Die Zeit wird zeigen ob ich richtig liege mit meiner Vermutung...
Mir ist das Thema so wichtig, dass ich vorhabe, demnächst darüber ein ausführliches Kapitel in meiner Geschichte zu schreiben.
Heute ist Tag zwei...
Das weiß ich eigentlich schon lange, und beim Alkohol hatte ich diesen Punkt schon erreicht, meiner Meinung nach, aber bei der Bulimie hatte ich den Punkt offensichtlich noch nicht, weil ich immer wieder nachgegeben habe.
Aber vielleicht ist es jetzt soweit!!!
Letzte Woche ist etwas passiert was mich ziemlich schockiert hatte! Nichts Schlimmes, niemand ist verletzt worden, aber persönliche Tiefpunkte fallen bei jedem anders aus...
Die Zeit wird zeigen ob ich richtig liege mit meiner Vermutung...
Mir ist das Thema so wichtig, dass ich vorhabe, demnächst darüber ein ausführliches Kapitel in meiner Geschichte zu schreiben.
Heute ist Tag zwei...
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