Manchmal denke ich, das schaffe ich nie!!!
NIE wieder maßlos essen! Wie soll ich das schaffen? Diese ständige Anspannung, das ständige Aufpassen, was, wann, wie viel darf ich essen um nicht die Kontrolle zu verlieren? Dazu darf noch nirgends Alkohol drin sein...
Manchmal denke ich, diese Anspannung halte ich auf Dauer nicht aus, ich "muss" mich ab und zu mal fallen lassen und die ständige Kontrolle loslassen. Ansonsten halte ich das nicht aus.
Es erinnert mich an den Tipp der Anonymen Alkoholiker: "Nur für 24 Stunden!"
Nur heute nichts Trinken...
Nur heute die Kontrolle übers Essen behalten...
Nur heute Kämpfen...
Was morgen ist, sehe ich dann morgen.
Ich habe das vorher nie verstanden, denn ich WEIß doch, dass ich auch morgen nicht nachgeben darf.
Aber es geht darum durchzuhalten. HEUTE durchzuhalten! HEUTE nicht nachzugeben. Nicht an die Zukunft denken, sondern dem Druck im Moment, im Jetzt, zu widerstehen!
Irgendwann soll es leichter werden... Zumindest das sagen alle!
Kann das Verlangen nicht von alleine verschwinden???
Heute ist Tag zwei...
Meine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen beim Kampf gegen Essstörungen, Alkoholismus, Depressionen und manchmal auch selbstverletzendes Verhalten.
Sonntag, 28. Oktober 2012
Freitag, 26. Oktober 2012
Organisation...
...ist das halbe Leben!
Eigentlich geht der Spruch etwas anders, aber für mich passt er, im Moment zumindest, so.
Ich merke, dass ich meine Tage sinnvoll durchplanen und durchorganisieren muss. Ich kann mit Leerläufen und zu viel Zeit für mich nicht umgehen. Ich mache dann nichts Richtiges, weil ich mich für nichts richtig entscheiden kann, schiebe alles was ich tun könnte vor mir her, bzw. mir fällt nichts Sinnvolles ein...
Damit staut sich meine eigene Unzufriedenheit, zuerst unbemerkt, immer mehr auf, bis sie sich irgendwann entlädt.
Damit habe ich einen weiteren Punkt, eine weitere Ursache enttarnt! Wenn ich künftig merke, dass ich zu viel Leerlauf habe, muss ich dem rechtzeitig entgegensteuern, BEVOR sich etwas unbemerkt aufbauen kann!!!
Schließlich habe ich eigentlich genug Listen mit Dingen darauf die ich genau in solchen Momenten machen könnte! Nur, sollte ich sie dann auch rechtzeitig machen!!!
Heute ist Tag null...
Eigentlich geht der Spruch etwas anders, aber für mich passt er, im Moment zumindest, so.
Ich merke, dass ich meine Tage sinnvoll durchplanen und durchorganisieren muss. Ich kann mit Leerläufen und zu viel Zeit für mich nicht umgehen. Ich mache dann nichts Richtiges, weil ich mich für nichts richtig entscheiden kann, schiebe alles was ich tun könnte vor mir her, bzw. mir fällt nichts Sinnvolles ein...
Damit staut sich meine eigene Unzufriedenheit, zuerst unbemerkt, immer mehr auf, bis sie sich irgendwann entlädt.
Damit habe ich einen weiteren Punkt, eine weitere Ursache enttarnt! Wenn ich künftig merke, dass ich zu viel Leerlauf habe, muss ich dem rechtzeitig entgegensteuern, BEVOR sich etwas unbemerkt aufbauen kann!!!
Schließlich habe ich eigentlich genug Listen mit Dingen darauf die ich genau in solchen Momenten machen könnte! Nur, sollte ich sie dann auch rechtzeitig machen!!!
Heute ist Tag null...
Mittwoch, 24. Oktober 2012
Neuer Anlauf...
...mal wieder versuche ich einen neuen Anlauf: Aufstehen, Kämpfen, Aushalten, Geduldig sein, Abstinent leben,...
Ich habe zwar jetzt seit über einem Jahr keinen Alkohol mehr getrunken, aber die Sache mit dem Essen bekomme ich nicht hin. Immer wieder starte ich einen neuen Versuch. Nehme mir vor, nie wieder zu Fressen und zu Kotzen... Aber irgendwann überkommt mich wieder das Verlangen, ich habe nichts mehr dagegenzusetzen, mein Verstand verabschiedet sich, und das uralte Suchtargument siegt mal wieder: "Auf das eine Mal kommt es doch nicht an!"
Es bleibt nur nie bei dem einen Mal!!!
Ich versuche nun schon seit vielen Wochen herauszufinden was genau dieses Verlangen auslöst und auf einige Dinge bin ich schon gekommen: Unterdrückte Gefühle, die ich weiter untenhalten will, Spannungen, Druck, zu hohe Erwartungen an mich selbst, Entäuschungen, Frust, Stress,...
Aber auch, und das ist eine neue Erkenntnis von mir, meine emotionale Abhängigkeit von anderen. Ich lasse mich viel zu sehr von anderen Personen, deren Meinungen, Einstellungen, Überzeugungen, Anerkennungen, usw. beeinflussen...
Ich getraue mich nicht zu mir selbst zu stehen, meine eigene Meinung zu finden und zu vertreten!
Das muss ich lernen! Vor allem muss ich lernen mir selbst und meiner eigenen Einschätzung zu vertrauen! Das habe ich viel zu wenig gemacht in meinem Leben!
Ich weiß selbst was Richtig und was Falsch ist, was mir gut tut und was eben nicht, und daran darf ich mich halten! Mir DARF es gutgehen! Ich habe das verdient!
Und ich mache das alles FÜR MICH! Nicht für eine Anerkennung oder Mitleid oder Zuspruch oder Anteilnahme oder was auch immer, ich von anderen glaube bekommen zu müssen oder zu wollen! Ich brauche das alles nicht! Ich bin davon nicht abhängig!
Das Wissen fühlt sich neu und gut an.
Heute ist Tag zwei...
Ich habe zwar jetzt seit über einem Jahr keinen Alkohol mehr getrunken, aber die Sache mit dem Essen bekomme ich nicht hin. Immer wieder starte ich einen neuen Versuch. Nehme mir vor, nie wieder zu Fressen und zu Kotzen... Aber irgendwann überkommt mich wieder das Verlangen, ich habe nichts mehr dagegenzusetzen, mein Verstand verabschiedet sich, und das uralte Suchtargument siegt mal wieder: "Auf das eine Mal kommt es doch nicht an!"
Es bleibt nur nie bei dem einen Mal!!!
Ich versuche nun schon seit vielen Wochen herauszufinden was genau dieses Verlangen auslöst und auf einige Dinge bin ich schon gekommen: Unterdrückte Gefühle, die ich weiter untenhalten will, Spannungen, Druck, zu hohe Erwartungen an mich selbst, Entäuschungen, Frust, Stress,...
Aber auch, und das ist eine neue Erkenntnis von mir, meine emotionale Abhängigkeit von anderen. Ich lasse mich viel zu sehr von anderen Personen, deren Meinungen, Einstellungen, Überzeugungen, Anerkennungen, usw. beeinflussen...
Ich getraue mich nicht zu mir selbst zu stehen, meine eigene Meinung zu finden und zu vertreten!
Das muss ich lernen! Vor allem muss ich lernen mir selbst und meiner eigenen Einschätzung zu vertrauen! Das habe ich viel zu wenig gemacht in meinem Leben!
Ich weiß selbst was Richtig und was Falsch ist, was mir gut tut und was eben nicht, und daran darf ich mich halten! Mir DARF es gutgehen! Ich habe das verdient!
Und ich mache das alles FÜR MICH! Nicht für eine Anerkennung oder Mitleid oder Zuspruch oder Anteilnahme oder was auch immer, ich von anderen glaube bekommen zu müssen oder zu wollen! Ich brauche das alles nicht! Ich bin davon nicht abhängig!
Das Wissen fühlt sich neu und gut an.
Heute ist Tag zwei...
Sonntag, 21. Oktober 2012
Willkommen
Hallo!
Das gibt meinen ersten Eintrag.
Ich habe beschlossen, nach langer Überlegung, einen Blog anzulegen, weil ich meine kompletten Kapitel zu meiner Geschichte zu selten hinbekomme, ich gern mehr Links einbauen würde und viel mehr Kleinigkeiten und Gedanken in kurzen Beiträgen diskutieren möchte.
Außerdem möchte ich auch gern diese Gelegenheit nutzen um über Vorurteile zu diskutieren, die es über Sucht und Süchtige gibt, die ich selbst jahrzehntelang hatte, und die mich selbst davon abhielten meine Krankheiten zu erkennen!
Daher, an mich selbst und alle anderen die sich hierherverirren:
WILLKOMMEN!!!
An alle die meine Geschichte noch nicht gelesen haben:
Ich bin Niky, mittlerweile 36, verheiratet, zwei Kinder und habe erst letztes Jahr erkannt, dass ich suchtkrank bin. Und das obwohl es kaum jemand gemerkt hat, ich in der Gesellschaft nicht negativ auffiel und ich immer in geordneten Verhätnissen lebte.
Liebe Grüße,
Niky
Hier gleich mal der Link zu meiner Geschichte, für alle die mehr wissen möchten:
http://www.fanfiktion.de/u/Niky (Es ist der gleiche Link wie oben: "Meine Geschichte.")
Das gibt meinen ersten Eintrag.
Ich habe beschlossen, nach langer Überlegung, einen Blog anzulegen, weil ich meine kompletten Kapitel zu meiner Geschichte zu selten hinbekomme, ich gern mehr Links einbauen würde und viel mehr Kleinigkeiten und Gedanken in kurzen Beiträgen diskutieren möchte.
Außerdem möchte ich auch gern diese Gelegenheit nutzen um über Vorurteile zu diskutieren, die es über Sucht und Süchtige gibt, die ich selbst jahrzehntelang hatte, und die mich selbst davon abhielten meine Krankheiten zu erkennen!
Daher, an mich selbst und alle anderen die sich hierherverirren:
WILLKOMMEN!!!
An alle die meine Geschichte noch nicht gelesen haben:
Ich bin Niky, mittlerweile 36, verheiratet, zwei Kinder und habe erst letztes Jahr erkannt, dass ich suchtkrank bin. Und das obwohl es kaum jemand gemerkt hat, ich in der Gesellschaft nicht negativ auffiel und ich immer in geordneten Verhätnissen lebte.
Liebe Grüße,
Niky
Hier gleich mal der Link zu meiner Geschichte, für alle die mehr wissen möchten:
http://www.fanfiktion.de/u/Niky (Es ist der gleiche Link wie oben: "Meine Geschichte.")
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