Ich muss lernen meine depressiven Gedanken, die mich immer wieder heimsuchen, als das zu sehen was sie sind:
Ein weiteres Symptom meiner Krankheit.
Ich brauche nicht auf sie zu hören, wenn sie mir versuchen einzureden, dass mein Leben und mein Tun keinen Sinn hat, dass ich keine Verbesserung erreiche, dass mich niemand vermissen würde, und dass das alles immer so bleiben wird,...
Ich weiß, dass das alles nicht stimmt! Ich weiß, dass diese Gedanken wieder verschwinden.
Je weniger ich mich ihnen hingebe und auf sie höre, je höher ist die Wahrscheinlichkeit dass die am nächsten Tag wieder verschwunden sind, oder wenigstens so schwach geworden sind, dass sie mich nicht mehr belasten oder zu sehr hemmen.
Und so war es auch dieses mal wieder!
Ich muss akzeptieren dass ich hin und wieder solche Tage habe, an denen mich meine depressiven Gedanken überrollen und versuchen in ein Loch zu werfen, und ich muss damit rechnen, dass sie im Laufe des Tages nicht verschwinden, aber ich darf hoffen, dass sie am nächsten Tag kleiner und kraftloser sind, und ich darf hoffen dass die Tage im Laufe meiner Genesung immer seltener werden.
Schließlich scheinen die Zeiten, in denen sich diese depressiven Gedanken über Tage, Wochen und Monate erstreckt haben, vorbei zu sein.
Fazit: Ich muss auf depressive Gedanken genauso wenig hören, wie auf Gedanken meines Suchthirns, was mir ständig Ausreden und Versprechungen einreden will.
Das sind alles Stimmen meiner Krankheit, die langsam an Macht verlieren, je seltener und länger ich nicht auf sie höre!
Und das werde ich tun, jeden einzelnen Tag von neuem.
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