Sonntag, 17. Februar 2013

Ich bin gut so

... wie ich eben bin.

In Zukunft werde ich mir nicht mehr so viel gefallen lassen.
Nicht von meinem Mann, nicht von meinen Eltern, und auch von sonst keinem. Ich werde mich wehren, wenn ich nicht ernst genommen werde, oder das Gefühl habe nicht "gleichberechtigt" wahrgenommen zu werden, oder mich jemand beleidigt oder herabsetzt, wenn auch nur indirekt.

Natürlich muss mir das alles zuerst mal auffallen. Aber ich merke immer mehr, das hinter jedem schlechten Gefühl, hinter jedem Essdruck, irgend so eine Situation steckt. Und sei es auch nur die Erwartung, dass es Abends wieder so läuft.

Ein Beispiel: Vor ein paar Tagen habe ich echt viel gemacht und trotzdem hatte ich ein schlechtes Gefühl und habe Abends wieder viel gegessen.
Mittlerweile glaub ich zu wissen wo es herkam: Es war die Hoffnungslosigkeit die mich ergriff, die Resignation, dass egal was ich mache, es wird nie genug sein, es wird nie perfekt, ich werde nie "fertig"...

Aber das ist ohnehin nicht möglich. Niemand ist irgendwann fertig, oder perfekt. Ich brauche mich deshalb nicht klein fühlen, oder klein machen lassen...

Ich werde in Zukunft keine Befehle, Anordnungen, Beleidigungen, "Erlaubnisse", und ähnliches mehr von "gleichrangigen Personen" annehmen und mich dabei schlecht und klein fühlen!
Ich werde dagegenhalten, kontrageben, oder, zur Not, die Situation einfach rechtzeitig verlassen.

Vielleicht schaffe ich es dann endlich mit der vielen Esserei wieder aufzuhören und mich besser zu fühlen!


Das letzte Mal absichtlich Erbrochen habe ich vor Mias Geburtstag.
Heute ist Tag zweiundzwanzig...
...und Tag eins ohne Essanfall...

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