Vor zwei Tagen war kalendarischer Frühlingsanfang.
Wieder ein neuer Anfang, ein neuer Aufbruch meine Verhaltensweisen zu ändern.
Beim letzten Aufbruch, zum Geburtstag von Mia, habe ich es ca. einen Monat geschafft nicht zu Erbrechen, dafür habe ich aber viel gegessen, vier Kilo zugenommen, und am Ende einen Totalrückfall, mit Erbrechen und Alkohol.
Irgendwas habe ich letztes Mal falsch gemacht.
Ich darf auch das viele Essen nicht zulassen. Und gleichzeitig nicht ZU streng mit mir sein und ZU viel von mir erwarten. Mit Geduld, Muße und viel Kraft und Energie eine langsame Veränderung.
Jeden Tag neu. Jeden Tag von vorn.
Das viele Essen und Erbrechen lähmt mich genauso wie der Alkohol. Ich MUSS beides lassen wenn ich mich weiterentwickeln, endlich erwachsen und Verantwortung für mich selbst übernehmen möchte. Als Grundvoraussetzung. Ansonsten drehe ich mich nur im Kreis, oder trete auf der Stelle.
Eine Freundin hat mir klar gemacht, dass das jetzt meine letzte Chance ist.
Wenn ich es jetzt wieder nicht schaffe, muss ich in eine Klinik. Einfach deshalb, weil es meine letzte Gelegenheit für einen Klinikaufenthalt ohne großere Komplikationen ist, weil Mia nächstes Schuljahr in die Schule kommt. Ab dann wird es sehr schwierig ohne großes Aufsehen mit den Kindern 6 bis 8 Wochen zu verschwinden...
Mein letzter Frühling hat vor zwei Tagen begonnen!
Heute ist Tag drei...
Meine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen beim Kampf gegen Essstörungen, Alkoholismus, Depressionen und manchmal auch selbstverletzendes Verhalten.
Freitag, 22. März 2013
Donnerstag, 21. März 2013
Disziplin
Kann man aus einem Rückfall lernen?
Ich glaube ja.
Vor allem dann, wenn man ihn schnell wieder stoppen kann.
Das konnte ich, ich habe nicht weiter getrunken, auch wenn mir danach war, dafür habe ich es mit der Bulimie ausgeglichen...
Ich will nicht mehr!!!
Nicht mehr Trinken und nicht mehr Erbrechen! Beides kommt mir vor wie ein Zeichen von Schwäche. Ich schaffe meinen Alltag nicht, bin schwach, bin den Anforderungen nicht gewachsen, erreiche meine Ziele nicht, halte dann den Frust und die negativen Gefühle nicht aus und versuche sie zu verdrängen, mit Alkohol oder Essen. Das ist doch schwach!
Besser wäre Aushalten, zu sich stehen, sich aufraffen, Disziplin, Stärke zeigen, Standhaft bleiben,...!
Ich komme von dem Gedanken nicht weg, dass Abnehmen Stärke verkörpert.
Ich möchte weiter Abnehmen, Stärke und Disziplin beweisen! Am meisten mir selbst gegenüber! Ich kann das! Bin stark, diszipliniert, beherrscht, kontrolliert,...
Bedeutet das, dass ich nicht gesund werden möchte?
Ich glaube ja.
Vor allem dann, wenn man ihn schnell wieder stoppen kann.
Das konnte ich, ich habe nicht weiter getrunken, auch wenn mir danach war, dafür habe ich es mit der Bulimie ausgeglichen...
Ich will nicht mehr!!!
Nicht mehr Trinken und nicht mehr Erbrechen! Beides kommt mir vor wie ein Zeichen von Schwäche. Ich schaffe meinen Alltag nicht, bin schwach, bin den Anforderungen nicht gewachsen, erreiche meine Ziele nicht, halte dann den Frust und die negativen Gefühle nicht aus und versuche sie zu verdrängen, mit Alkohol oder Essen. Das ist doch schwach!
Besser wäre Aushalten, zu sich stehen, sich aufraffen, Disziplin, Stärke zeigen, Standhaft bleiben,...!
Ich komme von dem Gedanken nicht weg, dass Abnehmen Stärke verkörpert.
Ich möchte weiter Abnehmen, Stärke und Disziplin beweisen! Am meisten mir selbst gegenüber! Ich kann das! Bin stark, diszipliniert, beherrscht, kontrolliert,...
Bedeutet das, dass ich nicht gesund werden möchte?
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