Dienstag, 25. November 2014

Schluss mit den Vergleichen

Bei mir hat Annahme und Akzeptanz viel damit zu tun das ständige Vergleichen aufzugeben.

Wenn ich nicht mehr sein möchte wie andere, um besser, schöner, erfolgreicher oder beliebter zu sein, als ich es möglicherweise bin, fällt es mir leichter mich so zu akzeptieren wie ich bin.

Außerdem sind die Vergleiche meist ungerecht mir selbst gegenüber.

Zum Beispiel habe ich im letzten Semester ein Teilzeitstudium angefangen. In der Prüfung zum Semesterende schrieb ich eine 3,0. Ich war glücklich und froh bestanden zu haben, bis ich erfuhr, dass ein Bekannter eine 1,7 geschafft hatte. Schon war meine 3 nichts mehr wert, ich konnte meine Leistung nicht mehr als Erfolg annehmen.
Dabei ist mein Bekannter 26 Jahre alt, ohne Kinder und war noch nie richtig aus dem Lernen draußen, da er kurz vorher ein anderes Studium beendet hatte…
Ich bin 38, habe zwei kleinere Kinder, Haushalt und quasi zwei Jobs und habe längere Zeit nichts mehr lernen müssen…

Also sind die Situationen und Menschen nicht vergleichbar! Und somit auch nicht die Note, oder der Erfolg!

Die Menschen sind eben unterschiedlich und das ist doch auch gut so. Also kann ich alle Vergleiche bleiben lassen und mich so annehmen und akzeptieren wie ich bin!

Nur dann fallen mir auch meine Stärken auf!
Und wenn ich meine Schwächen UND Stärken kenne, fällt es mir viel leichter sie anzunehmen und sie werden auch in mir stabiler, trotz des Verhaltens anderer.

Ich kann dadurch auch andere und deren Verhalten besser annehmen und akzeptieren, kann sie stehen lassen wie sie sind, deren Verhalten von meinem Abgrenzen und bleibe stabiler in meinem Selbstbild.

Ich muss nicht mehr jeden kleinsten Makel oder Fehler an mir versuchen zu korrigieren, denn auch da gilt für mich der Inhalt des Gelassenheitsspruches: Was ich nicht (oder nur sehr schwer) ändern kann, kann ich annehmen und akzeptieren, und was ich ändern kann, an dem kann ich arbeiten, ohne die Geduld und die Selbstachtung zu verlieren.

Ich muss auch akzeptieren, dass Veränderungen Zeit brauchen und ich muss akzeptieren, dass ich weder alles an mir, noch andere im Allgemeinen, ändern kann. Das hat auch viel mit Verantwortlichkeiten zu tun: Ich bin nur für mein Verhalten verantwortlich. Nicht für den Inhalt der Köpfe, noch das Verhalten anderer.
 
Ich bin Ich und ich bin anders, das darf ich sein und das ist gut so!

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