Donnerstag, 30. Januar 2014

Ballast im Leben erkennen

Ich habe mir viel vorgenommen für das Jahr 2014: es ist mein erstes abstinentes Jahr, ich möchte meine Wohnung komplett ausmisten, noch mehr in meinen Jobs arbeiten (bin selbstständig), mehr mit Kinder und Familie machen, unsere Ehe weiterentwickeln, mehr auf mich achten, meinen Haushalt besser strukturieren, und im April ein Bachelorstudium beginnen!
Rein theoretisch scheint das nicht möglich zu sein!

Es muss etwas auf der Strecke bleiben! Also was tun?
Prioritäten setzen? Es auf mich zukommen lassen?
Möchte ich zu viel auf einmal?

Diese Woche habe ich gehört, man sollte im ersten abstinenten Jahr keine zu großen Veränderungen durchführen. Da ich im ersten Jahr bin (habe bis Silvester oft zwanghaft gegessen und fast täglich erbrochen und hatte letztes Jahr mehrere Rückfälle wegen Alkohol), überlege ich mir natürlich was damit gemeint ist.

Natürlich möchte ich auch das wichtige vom unwichtigen trennen, merken was mich belastet, um das dann loszuwerden und loszulassen.
Aber einerseits merke ich dass das Loslassen gar nicht so leicht ist und aber auch dass nicht alles was mich belastet auch zwangsläufig entsorgt werden sollte!

Zum Beispiel belastet mich vieles in unserer Ehe. Mein Mann hat Probleme damit meine Schwierigkeiten nachzuvollziehen, er ist sehr introvertiert, spricht wenig bis gar nichts über Gefühle, geht wenig auf die Bedürfnisse von anderen ein, aber verlangt die Berücksichtigung von seinen Bedürfnissen nach Ordnung, Ruhe und ständiger oberflächlicher Harmonie. Was mit zwei kleinen Mädchen echt unmöglich ist.
Oft habe ich das Gefühl ich komme dabei zu kurz, werde nicht gesehen und wenig wahrgenommen mit meinen Bedürfnissen. Versuche zu oft es nur den anderen recht zu machen.

Ich habe gelernt, dass ich andere nicht ändern kann, nur mich selbst. Also muss ich mich trennen? Ist meine Ehe der Ballast der gemeint ist, da sie mich belastet?

Es wäre aber eine zu große Änderung im ersten Jahr! Beim Ballast enttarnen und loswerden geht es wohl erst um kleinere Dinge! Sonst ist es ein Davonlaufen und Aufgeben aus Ungeduld!!!

Gott gebe mir die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden!

Was ist Ballast den ich loswerden sollte und wofür lohnt es sich Energie und Arbeit zu stecken um es zu ändern?

Ich dachte die Unterscheidung wäre leichter und mir fehlt es nur an Mut Loszulassen! Aber da habe ich mich getäuscht!

Ich fühle mich ziemlich machtlos! Sogar ziellos!
Ich muss wieder zurückfinden zu den "kleinen Schritten"!
Vielleicht sollte ich mich nur erst einmal auf die Wohnung konzentrieren und Schublade für Schublade, Blatt für Blatt, Tag für Tag, mit einem "kleinen Löffel anfangen meinen Berg abzutragen" und den Rest auf mich zukommen lassen...

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